Road-Trip durch Mindanao (Teil 1): Agusan Marsh, Hinatuan River und Tinuy-an Falls

Mindanao gilt nach wie vor für viele (westliche) Reisende als etwas „gefährlicheres Terrain“, und nicht wenige Menschen raten von einer Reise in das „land of promise“ ab. Das ist schade, da das Reisen in Mindanao, der großen Insel im Süden der Philippinen, weitgehend genauso (un)bedenklich ist wie im übrigen Teil des Landes.

Das Team von Philippinen Tours spricht da nach insgesamt mehr als 30 Trips ins Land der 7107 Inseln (darunter auch stets Mindanao) aus Erfahrung, und wir konnten auf einigen unserer Reisen Freunde und Bekannte vor allem aus Deutschland davon überzeugen, dass sich eine Tour dorthin nicht nur lohnt, sondern einige Highlights bietet, die auf anderen philippinischen Inseln vergeblich gesucht werden.

Tinoy-an Wasserfälle in der Nähe von Bislig im Osten von Mindanao

In unserem ersten Teil führte uns der Road-Trip zum Agusan Sumpfgebiet, über den Hinatuan River zu den Tinuy-an Falls in Surigao del Sur. Foto: Philippinen Tours.

Zu diesen zählen u.a. der Agusan Marsh, die „Tinuy-an Falls“ und der „enchanted river“ nahe Bislig City, die weißen Sandstrände rund um Mati City, Davao City und auch der Lake Sebu in der Provinz South Cotabato, dem Heimatland der T´Boli ganz im Süden der Philippinen. Wer mehr über diese Sehenswürdigkeiten erfahren möchte, sollte also unbedingt weiterlesen;)

Start in Surigao City

Unser Road-Trip startete jedenfalls Anfang April 2013 in Surigao City, wo eine Reisegruppe von 8 (kurzzeitig 9) Leuten mit Fahrer in einen gut ausgestatteten Van stieg, um sich auf einen langen Weg quer durch Mindanao zu machen; sicherlich wäre es auch möglich gewesen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wie zum Beispiel den Bussen zu reisen. Doch wer die teilweise sehr schlechten Straßenverhältnisse auf südostasiatischen Inseln kennt, der weicht dann doch ganz gerne mal auf ein besseres Gefährt aus.

Palawan Bus

Busreisen machen auf den Philippinen durchaus Spaß; doch unseren Road-Trip haben wir viele Stunden in einem großräumigen Van verbracht:) Foto: Philippinen Tours.

Denn bei Strecken von 300 km kann eine Busfahrt locker 10-15 Stunden dauern – Überschwemmungen und gnadenlos überladene LKW sorgen stets dafür, dass die Straßen vor allem in den Provinzregionen oft über das Maß in Mitleidenschaft gezogen werden. In einem Van ist zumindest etwas mehr Beinfreiheit garantiert, und auf längeren Strecken können dann doch ein paar Stunden Reisezeit eingespart werden.

Agusan Marsh: home of „Lolong“
Unser erster längerer Stop war im Agusan Sumpfgebiet („Agusan Marsh“), wo „Lolong“, das vermutlich größte Salzwasserkrokodil der Welt gefangen wurde. Die sumpfige Gegend ist optimal für Krokodile, um eine Körperlänge von über 6 Metern zu erreichen; wir sind auf unserem Trip auf kein Prachtexemplar gestoßen, fanden den Ausflug jedoch sehr schön.

Youtube-Video: Riesenkrokodil Lolong auf Mindanao

Die Menschen, welche im Heimatgebiet von „Lolong“ leben, hatten denn auch abenteuerliche Stories über Krokodile parat, und wenn man sich überlegt, dass für die indigene Bevölkerung ein derartiges Raubtier eine alltägliche Bedrohung darstellen kann, ist die bisweilen tierfeindliche Behandlung von Krokodilen nachvollziehbar; doch ein friedliches Nebenher wäre durchaus möglich, wie im obigen Video erwähnt wird.

Agusan Marsh - Lolong´s home

Auf Krokodilsuche im Agusan Sumpfgebiet, Mindanao. Foto: Philippinen Tours.

Das Leben der einheimischen Filipinos vor Ort ist als durchaus einfach zu bezeichnen – meist handelt es sich wohl um Angehörige des Manobo Tribes, die hier vorwiegend vom Fischfang leben und sonst nur selten exotische Fremde wie unsereins zu Gesicht bekommen.

Agusan Marsh, Mindanao

Die Vegetation im Agusan Marsh mutet teilweise recht mystisch an. Foto: Philippinen Tours.

kleiner Fischersjunge

Die Kinder der Fischerfamilien sind gleichzeitig schüchtern, neugierig und vor allem eines: absolut liebenswert:) Foto: Philippinen Tours.

Fischerdorf Agusan Marsh

Kinder im Fischerdorf im Agusan Sumpfgebiet. Foto: Philippinen Tours.

Wer eine Reise in das Agusan Sumpfgebiet machen möchte, der kann sich zum Beispiel an das Bunawan Eco-Tourism Coordinating Center der Bunawan Eco Tours Group (BETG) wenden – eine Telefonnummer konnten wir leider nicht ausfindig machen, doch die genaue Adresse ist Purok 3, San Teodoro, Bunawan, Agusan del Sur.

Bislig City: Hinatuan River und Tinuy-an Falls

Unser nächster Stop war in Bislig City, Surigao del Sur. In unmittelbarer Reichweite dieser Stadt in Ost-Mindanao finden sich gleich zwei absolute Highlights: der „enchanted river“ (der Name geht möglicherweise auf die „engkantos“ zurück – riesenhafte übernatürliche Wesen aus der philippinischen Mythologie, die hier angeblich gesichtet wurden) bzw. „Hinatuan River“ und die Tinuy-an Wasserfälle („Tinuy-an Falls“). Diese Sehenswürdigkeiten werden mittlerweile auch von vielen Einheimischen frequentiert – innerhalb weniger Jahre haben sich diese Plätze (leider) zu wahren Besuchermagneten entwickelt.

Die Reise-Truppe vor dem Eingang zum enchanted river ("Hinatuan River"). Foto: Bianca E.

Die Reise-Truppe vor dem Eingang zum enchanted river („Hinatuan River“). Foto: Bianca E.

Noch lohnt sich ein Ausflug dorthin allemal, obwohl die Filipinos oftmals die Tendenz haben, einzigartig schöne Plätze gnadenlos zuzubetonieren – so wie es auch bei den einzigartig schönen Tinago Wasserfällen („Tinago Falls“ geschehen ist. Das türkis-, blau-, grüne Flusswasser, welches durchaus ansehnliche Kawenzmänner beherbergt, vermochte es dennoch, uns im wahrsten Sinne zu verzaubern:

türkisfarbenes Wasser, enchanted river

Zugang zum wunderschönen „Hinatuan River“ (enchanted river). Foto: Eva M.

Fische im Hinatuan River

Der „enchanted river“ beherbergt zahlreiche Fische. Foto: Bea.

...und noch mehr Fische. Foto: Bea.

…und noch mehr Fische. Foto: Bea.

Auch die Tinuy-an Falls lagen auf unserer Route, die wir dann gleich im Anschluss besuchten. Noch vor wenigen Jahren war hier kaum eine Menschenseele zu finden; doch heute genießen viele einheimische als auch internationale Abenteurer das Naturspektakel und nehmen ein erfrischendes und natürliches Massagebad.

Tinuy-an Falls, Bislig City

Tinuy-an Falls in Bislig City, Surigao del Sur. Foto: Philippinen Tours.

Massage Tinuy-an Falls

Eine entspannende Hydromassage gefällig? Die Tinuy-an Wasserfälle machen es möglich;) Foto: Bianca E.

Tinuy-an Falls

Die in einen schönen Wald gebetteten Tinuy-an Wasserfälle in der Nähe von Bislig

Von diesen grandiosen Sehenswürdigkeiten nahe Bislig City aus ging es dann weiter nach Mati City, wo wir einen atemberaubend schönen Strand vorfanden; nach einem Zwischenstopp in Davao City ging es dann weiter nach South Cotabato zum Lake Sebu – einem weiteren Highlight im Süden Mindanaos.

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About John

John ist ein leidenschaftlicher Philippinen-Reisender und möchte allen neugierigen Abenteurern dieses Land, seine Kultur, Menschen und Natur aus verschiedensten Perspektiven nahe bringen. Er hat die philippinischen Inseln über ein Dutzend Mal von Nord nach Süd, von Ost nach West und zurück bereist und lebt seit März 2013 überwiegend in den zentralen Visayas. Zusammen mit Sigi und Mel hat er über Jahre hinweg den Philippinen Tours - Reiseführer verfasst.

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