Das Wetter auf den Philippinen

Die Philippinen liegen in den Tropen, und zwar in der gesamten Ausdehnung zwischen dem nördlichen Wendekreis und dem Äquator. In diesen Wetterzonen können sich aufgrund der stärkeren Sonneneinstrahlung keine Jahreszeiten herausbilden wie etwa in Europa oder den USA. Stattdessen wird das Wetter auf den Philippinen einfach in „hot-season“ und „rainy-season“ unterschieden. Diese Aufteilung macht je nach Reiseziel auf den Philippinen mehr oder weniger Sinn, gibt jedoch eine erste Orientierung für alle Reisenden, die dieses reizende Land besuchen möchten. Eine präzise Wettervorhersage ist bei 7107 Inseln jedoch sehr schwierig, da gewisse Wetterphänomene die typischen Wetterbedingungen durchkreuzen können und sich das Wetter selbst zwischen nahe gelegenen Nachbarinseln stark unterscheiden kann.

Philippinisches Wetter

Die heißesten Sommermonate sind März, April und Mai

Die wärmere Jahreszeit, vom Filipino schlicht als „hot-season“ bezeichnet
Die warme bzw. heiße Jahreszeit auf den Philippinen herrscht in den Monaten März, April und Mai. Der eher sonnenhungrige Reisefreund wird diese Monate daher als die beste Reisezeit betrachten, wobei ständig eine recht hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, da das Klima sehr stark vom Meer beeinflusst wird.

Die Tagestemperaturen können während dieser Zeit Werte von über 40° C erreichen, weshalb Vorsicht geboten ist. Ein unangenehmer Sonnenbrand wird sich sehr schnell an ungeschützten Körperstellen einstellen. Ein großes Problem ist darüber hinaus, dass die Temperaturen bei Nacht nicht genügend abfallen. Ohne Klimaanlage kann die Bettruhe damit schwierig werden. Diese Wetterperiode kann sich bis in den Juni hinein fortsetzen.

Die Regenzeit
Konsequenterweise schließt sich die Regenzeit ab etwa Mitte Juni / Anfang Juli an. Die Schwerpunkte werden dabei je nach Region von den Einheimischen in den Monaten Juni, Juli und Dezember, Januar gesehen. Regenzeit bedeutet jedoch nicht zwingend, dass ständig mit Regen zu rechnen ist. Oftmals sind es nur gelegentliche Schauer, die vorzugsweise am späteren Nachmittag oder nachts niedergehen. Da die Temperaturen auch während der Regenzeit recht hohe Werte erreichen können, sind gelegentliche Regenschauer eher als angenehme Abkühlung zu verstehen, als dass sich deswegen Unbehagen einstellen könnte. Typisch für die Regenzeit ist, dass fast immer einige Wolken am Himmel vorüberziehen.

Taifune während der Regenzeit
In der Zeit von Juli bis November ziehen Taifune vom Pazifik herein. Diese tropischen Wirbelstürme können große Schäden anrichten (siehe hierzu auch unser Beitrag zum „Super-Taifun Yolanda„), beschränken sich in ihrer zerstörerischen Kraft aber eher auf die nördliche Insel Luzon und die Inseln Leyte und Samar. Die zweitgrößte Insel Mindanao im Süden und die westlichen Visayas-Inseln sind normalerweise davon weniger betroffen, werden aber je nach Bewegungsrichtung eines Taifuns von stärkerem Regen an dessen Ausläufern heimgesucht.

Wetterphänomene El Niño und La Niña

Mit der Bezeichnung „El Niño“ stellt sich in manchen Jahren ein Wetterphänomen ein, das sich durch hohe Temperaturen und lange anhaltende Trockenheit auszeichnet. In einem El Niño Jahr kann es sein, dass es 6 bis 8 Monate lang nicht regnet. Das genaue Gegenteil stellt sich in einem sogenannten „La Niña“ Jahr ein, in dem es ständig regnet, auch in der warmen Jahreszeit von März bis Juni. Das Jahr 2011 scheint ein solches La Niña Jahr gewesen zu sein. Beide Wetterphänomene treten im gesamten Pazifikraum auf und zeigen ihre Auswirkungen auf ähnliche Weise.

Fazit: Was ist die optimale Reisezeit für die Philippinen?

Bei den Philippinen eine optimale Reisezeit anzugeben hängt stark vom jeweiligen Reiseziel und vom subjektiven Hitzegefühl ab. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen auf den Philippinen liegen etwa bei angenehmen 26° C, ausgenommen der heißen Monate März, April und Mai. Das typische Wetter während der Regenzeit zeichnet sich durch warme Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit aus. Genaue Voraussagen sind kaum möglich und werden durch die genannten Wetterphänomene zusätzlich erschwert.

Auch in den vermeintlich schlimmsten Regenmonaten kann der Wettergott gnädig sein und nur gelegentlich einen Regenschauer vom Himmel schicken. Dieser kann aber dann auch etwas heftiger ausfallen. Besonders auf Nord-Luzon und um Manila herum sind die ersten Regenfälle ab Mitte Juni oft besonders stark, was auch an den Überschwemmungen zu dieser Jahreszeit gut erkannt werden kann.

Das Wetter auf Palawan, das bei Philippinen-Urlaubern oft besonders hoch im Kurs steht, sieht etwa so aus: von Juni bis November gibt es stärkere Regenfälle, und von Dezember bis Mai lässt der Regen nach, und die Hauptsaison beginnt.

Auf Siargao im Nordosten Mindanaos, Süd-Leyte, Ost-Samar und im Südosten Luzons sind die Regenfälle laut Statistiken von November/Dezember bis März/April am stärksten und von Mai bis Oktober, also auch zu Beginn der „offiziellen Regenzeit“ geringer. In den zentralen Visayas, also z.B. auf Bohol und Siquijor, haben wir ab Juni schon oft den sogenannten „Habagat-Wind“ (oder auch Südwest-Monsun) gespürt, der vom Südwesten kommend kurze, starke Regenfälle mit sich bringt.

Küste Siargao Island

Traumhafter Blick auf die Küste im Nordosten Siargaos. Hier ist das Wetter oft anders als im restlichen Land.

Der Habagat wird dann ab Oktober vom „Amihan“ abgelöst, der aus dem Nordosten kommt. Während dieser Zeit (Oktober bis Mai) gibt es tendenziell weniger Regen – wobei wir auf Panglao (Bohol) auch schon den ganzen Januar über „im Regen standen“. Ausnahmen bestätigen die Regel, sodass die Regenfälle auch bis Dezember

Taifune können begründetermaßen mit der zunehmenden Umweltbelastung in Verbindung gebracht werden, ähnlich wie die Hurrikane in der Karibik. Auch aus diesem Grunde ist eine Wetterprognose für die Monate Juli bis November sehr gewagt.

Die beste Reisezeit für die Philippinen liegt nach unserer Erfahrung zwischen Februar und Juni, wobei das Land durchgängig über das ganze Jahr bereisbar ist. An den Touristenzahlen lässt sich erkennen, dass für die meisten Reisenden die Zeit zwischen November/Dezember und April/Mai am höchsten sind. Wer es eher etwas „kühler“ mag, der sollte die Inseln zwischen Oktober und Februar bereisen. Besonders die Visayas sind weniger von starken Wetterumschwüngen betroffen. Starke Taifune sind z.B. eher im Norden zu finden oder auch an der südöstlichen Pazifikküste.

Das Wetter auf den Philippinen: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 4,33 von 5 Punkten, basieren auf 6 abgegebenen Stimmen.
Loading...

About Holzwaeller

Holzwaeller bzw. "Sigi" bereist die Philippinen schon seit mehr als dreißig Jahren und ist ein absoluter Pionier, wenn es um Abenteuer auf den Inseln geht. Er kennt sich nicht nur geografisch bestens aus sondern hat für den Philippinen Tours - Reiseführer auch individuelle Karten erstellt.

, , , , , , , , ,







Lesen Sie hier mehr über die Mission von Philippinen Tours. Informationen zu unseren Touren gibt es auf dieser Seite. Günstige Hotelangebote gibt es bei www.agoda.com* und www.booking.com*. Weitere Literatur gibt es in dieser Übersicht.


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

No comments yet.

Schreibe einen Kommentar

Newsletter abonnieren