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Die kleine Trauminsel Boracay, die vor der Norwestküste Panays liegt, ist so beliebt und bekannt wie keine andere philippinische Insel. Auf der einen Seite gibt es hier mit dem „white beach“ einen der schönsten Strände der Welt, an welchem sich schöne Beach Resorts reihen. Auf der anderen Seite zieht es jährlich unzählige Touristen nach Boracay, und der Ansturm kann kaum mehr bewältigt werden. Lohnt sich der Besuch oder sollte man lieber auf eine andere Insel reisen?

Boracay Island, Visayas

Boracay Island ist mit seinen weißen, weltberühmten Traumstränden ein beliebtes Ziel für Touristen aus aller Welt. Foto: Bea Vaca

Mit einer Länge von nur sieben Kilometern und einer Fläche von etwas über zehn Quadratkilometern ist Boracay recht überschaubar, bietet allerdings Einiges an Abwechslung. So gibt es neben dem betriebsamen, vier Kilometer langen weltbekannten „White Beach“ auch eine Reihe anderer kleinerer Strände, sechs an der Zahl, die für die Allgemeinheit zugänglich sind.

Puka Shell Beach Boracay Island

Puka Shell Beach – einer der weiteren schönen Strände auf Boracay Island

Zudem ist Boracay Island für das rege Nightlife berühmt-berüchtigt. Wer hier in Ruhe entspannen will, muss entweder zur richtigen Jahreszeit anreisen oder in eines der ruhiger gelegenen Resorts investieren. Die Insel ist die Top-Touristendestination der Philippinen und hat schon einige Höhen und Tiefen erlebt.

Urlauber, die in den 80er Jahren hier zum ersten Mal „strandeten“, erkannten die Gegend beim zweiten Besuch im neuen Jahrtausend kaum wieder: Gab es damals nicht einmal Strom, gehört Boracay heute zu den fast schon „überentwickelten“ Reisezielen, wenn man z.B. die Fülle an Hotels & Resorts betrachtet.

Doch was macht den Reiz der Insel Boracay aus?

Der White Beach ist vielleicht der wichtigste Grund, um einen Abstecher hierher zu machen. Es handelt sich um einen über die gesamte Länge von 4 km feinen Sandstrand, der regelmäßig in der Liste der zehn schönsten Strände der Welt auftaucht. An der ebenso langen Promenade reihen sich nahtlos kleine Geschäfte, Restaurants, einfache Unterkünfte bis hin zu Hotels der gehobeneren Klasse aneinander, welche vor allem nördlich der Boat Station 1 liegen.

White Beach Boracay

White Beach in Boracay. Foto von Renato Ganoza unter der CC BY-2.0 Lizenz

Außer ein paar kleineren Korallen- und Muschelteilchen, die sich im Rhythmus von Ebbe und Flut ansammeln, gibt es keine spitzen Steine oder gar Seeigel, an denen man sich verletzen könnte. Der mutige Schwimmer kann den angenehm weißen Untergrund auch in 100 Metern Entfernung vom Strand in etwa zehn bis 12 Metern Tiefe unter sich noch gut erkennen.

Am „Punta Bunga Beach“ kann man auch in den Haupturlaubszeiten Ruhe und Beschaulichkeit suchen. Auf Boracay ist der Straßenverkehr stark eingeschränkt. Leihwagen gibt es nicht. Mit einem Tricycle, also einem Motorrad mit umbautem Fahrgastraum, lässt sich die Insel in einer etwa vierstündigen Tour jedoch gut erkunden.

Unterkünfte auf Boracay

Nach dem Verlassen der Fähre auf Boracay, oder noch auf dem Schiff werden Besucher von hilfsbereiten Personen angesprochen, die recht „offensiv“ ihre Dienste auf der Suche nach einem geeigneten Resort anbieten.

Mit dem lästigen und manchmal voluminösen Reisegepäck und einer langen, ermüdenden Anreise in den Gliedern freut sich jeder auf sein Hotelzimmer, um einen erfrischenden Drink zu sich zu nehmen und von den Strapazen zu regenerieren. Es ist zweifelsohne so, dass dieses Dienstpersonal bevorzugte Unterkünfte empfiehlt, die dem Reisenden nicht unbedingt zusagen. Es ist daher empfehlenswert, die Hotelbuchung schon vor der Anreise vorzunehmen, oder aber vor Ort etwas wählerischer zu sein.

Gute Hotel-Deals findet ihr z.B. in unserer Top 10 Liste zu den besten Beach Resorts und bei unseren Partnern auf www.agoda.com* und www.booking.com*.

Tolle Hotels am White Beach: Je nach Länge des geplanten Aufenthaltes auf Boracay macht es viel Sinn, eine der nobleren Unterkünfte auszuwählen, von denen es am White Beach gleich ein halbes Dutzend gibt. Ein sehr gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis bietet hier etwa Jony´s Beach Resort*.

Mit etwas Glück gibt es ein geräumiges Zimmer mit Blick aufs Meer, das gleich hinter der Strandpromenade liegt. Wer nicht in der Hauptsaison anreist, der sollte um den Zimmerpreis handeln. Besonders bei mehrtägigen Aufenthalten von fünf Tagen und länger ist die Bereitschaft zu Preisnachlässen hoch. Eine sehr gute Wahl in Station 2 ist das Villa Caemilla Beach Boutique Hotel*.

Sonnenuntergang auf Boracay

Sonnenuntergang auf Boracay. Foto von Ellaine Cruz unter der CC BY-ND 2.0 Lizenz

Inselrundfahrt: An schönen Sonnentagen ist der White Beach natürlich sehr belebt. Auf Boracay gibt es allerdings eine ganze Reihe weiterer Strände, die einen Besuch lohnen. Jeder Besucher sollte daher wenigstens einen Tag für eine Inselrundfahrt vorsehen. Die Besucher kommen aus allen Regionen der Erde und es gibt viele Gelegenheiten, nette Bekanntschaften zu machen.

Die Insel verfügt über einen sehr schönen Golf-Court, der seinerzeit allerdings auf Kosten sehr erhaltenswerter Natur entstanden sein soll. Die Anlage verfügt über einen eigenen Strand und ein eigenes Resort mit Hotelanlage. Hier sind auch einige ansehnliche Appartementhäuser, die westlichen Standards entsprechen.

Angenehm sind auch: das schöne Panorama der Panayberge, die noch eine Reihe von seltenen Tierarten und etwa 6% echten Regenwaldes beherbergen; die Segelboote, die in angemessener Entfernung vorbeigleiten; und nicht zuletzt die warmen Wassertemperaturen, die im Jahresmittel bei etwa 26 bis 27 Grad Celsius liegen. Dem eher sportlichen Typ bietet der vom Wind verwöhnte „Bulabog Beach“ auf der direkt gegenüberliegenden Seite der Insel die Möglichkeit zum Surfen oder zum Parasailing.

Etwas nördlich vom White Beach liegt der „Diniwid Beach“ mit dem spektakulären Nami Resort* im Hintergrund. Hier trifft man wie eigentlich überall auf Boracay eine gute Mischung vieler Nationalitäten. Die kleinen, gemütlichen Restaurants aus Holz und Bamboo geben dabei Gelegenheiten Bekanntschaften zu schließen und sich natürlich den kulinarischen Genüssen zu widmen, die von der örtlichen Gastronomie angeboten werden.

Nami Beach Resort, Boracay Island

Einen grandiosen Meerblick hat man vom Nami Beach Resort aus. Foto von What´s on My Mind unter der CC BY-2.0 Lizenz

Zahlreiche Activities auf Boracay

Auf und um Boracay wartet ein großes Angebot an Freizeitaktivitäten auf die Gäste. Dazu gehören neben dem obligatorischen Tauchen und Schnorcheln, wobei Boracay jetzt nicht unbedingt für die allerschönste Unterwasserwelt bekannt ist, auch Parasailing, Kitsurfing (bei ausreichend Wind), Wakeboarding, Golfen, Fischen, Yoga, Fußball, Volleyball. Natürlich darf die Zipline auch nicht fehlen. Es sollte also fast für jede(n) etwas Passendes dabei sein.

Video: Was hat Boracay zu bieten?

Anreise: Für die Anreise von Cebu oder Manila aus kann idealer Weise ein Flug in das kleine Städtchen Caticlan gebucht werden, das nur wenige Kilometer von Boracay entfernt liegt. Als Alternative bietet sich auch ein Flug nach Kalibo an, wenn beispielsweise eine kurzfristige Buchung nach Caticlan nicht möglich ist. Kalibo ist eine recht bekannte Stadt 60 Kilometer entfernt von Caticlan. Hier findet alljährlich in der 3. Januarwoche das Ati-Atihan Festival statt, das hunderttausende begeisterte Zuschauer anlockt. Von Kalibo aus erreicht man Caticlan in gut zwei bis drei Stunden in einem Kleinbus. Diese kleinen Personentransporter stehen schon bei Ankunft eines Fliegers bereit und warten auf Kundschaft.

Ausflugs-Tipp: Wer etwas mehr Zeit zur Verfügung hat und etwas Ruhe vom bunten Trubel sucht, sollte eventuell auch über einen Trip nach Carabao Island nachdenken. Diese Insel gehört schon zu Romblon und ist von Boracay bzw. Caticlan aus leicht zu erreichen. Auch hier gibt es schöne Strände und Riffe, die bei Weitem nicht so stark frequentiert werden wie die kleinere Nachbarinsel.

Hotels & Resorts

White Beach Divers Hostel
White Beach, Off Angol Road,
Station 3, Boracay
Preise: 300 Pesos im dormitory, Standard Double Room mit Ventilator für 600 Pesos mit gemeinsamem Badezimmer
Tel.: 036 288 3809
URL: http://whitebeachdivers.com/

Ocean Breeze Inn Boracay
Station 3, Boracay, Angol,
Boracay Island
Preise: ab ca. 1150 bis 2000 Pesos
E-Mail: contact@oceanBreezeInn.info
URL: www.oceanbreezinn.info

Boracay Beach Club
Balabag, Station 1
Preise: Deluxe King ab ca. 3500 Pesos
Tel.: 036 288 6024; 0919 777 8888
URL: www.boracaybeachclub.com
Zur Online-Buchung*

Nami Resort
Diniwid Beach Boracay Island, Malay, Boracay 5608
Preise: Deluxe Doppelzimmer mit Strandblick ab ca. 7200 Pesos
Tel.: 036 288 6753
E-Mail: nami.boracay@yahoo.com
URL: www.namiresorts.com
Zur Online-Buchung*

Estacio Uno Lifestyle Resort
Beachfront, Balabag, White Beach,
Station 1, Boracay
Tel.: 036 288-5558
eMail: estaciounoboracaysales@gmail.com
URL: http://estaciounoboracay.com/
Preise: Standard-Zimmer ab 7200 Pesos
Zur Online-Buchung*

Fairways & Bluewater Residences Newcoast
Newcoast, Boracay, Malay, 5608 Aklan
Preise: Superior Zimmer ab 4800 Peso (inkl. Frühstück)
Tel.: 02 633 13 93
eMail: reservations@fairwaysandbluewater.com.ph
URL: http://www.fairwaysandbluewater.com.ph/
Facebook: https://www.facebook.com/fairwaysandbluewaterboracay
Buchung über unseren Partner Agoda*

Strand vor den Fairways & Bluewater Residences Newcoast

Strand vor den Fairways & Bluewater Residences Newcoast

Fairways and Bluewater Resort Boracay Island

Fairways and Bluewater Resort Boracay

An Boracay scheiden sich offenbar die Geister wie man auch in den Kommentaren zu unserem Beitrag auf Facebook nachlesen kann – hier einmal zwei stellvertretende Meinungen für die „beiden Lager“:

Barbara:Meiner Meinung nach völlig überbewertet. Der Sand ist zwar wirklich einmalig, aber den Strand an sich hab ich total überlaufen erlebt. Man kann sich nirgends wirklich in Ruhe in den Sand legen und genießen. Alle laufen nur ständig hin und her und präsentieren die neueste Mode…mir ist es wirklich wie am Laufsteg vorgekommen. Vor allem massenweise vollbekleidete koreanische Frauen, die gerade mal bis zu den Knien ins Wasser gehen. Natürlich auch vollbekleidet. Nöööö, meins war es nicht. Da fand ich so manche kleinen verlassenen Strände mit nicht so feinem Sand um Welten schöner. Aber zum Glück sind Geschmäcker verschieden

Helmuth: Boracay ist nicht überbewertet. Man bekommt dort alles. Die Insel ist quasi die eierlegende Wollmilchsau. Tagsüber planschen, schwimmen, schnorcheln, Ausflüge machen, abends und nachts den Bands lauschen, was gutes Essen und Trinken und später in der Disco ‚Club Paraw‘ abtanzen. Der Strandweg mag überlaufen sein, aber der Strand war oft frei! Und ich habe immer einen Platz bekommen und wurde da auch nicht gestört. War aber auch nicht in der Hauptsaison dort, wohl aber ein paar Wochen vor Weihnachten. Dass sich viele asiatische Frauen anders verhalten und eben mit ihren Klamotten ins Wasser gehen gehört dazu! DAS ist eben eine andere Kultur! Im Gegenteil fallen mir oft viele westliche Blondies auf, die sich weiß wie die Wand in die aggressive Mittagssonne legen! DAS ist nicht ungefährlich ganz zu schweigen von den heftigsten Sonnenbränden. Ach so..ich überlege mir Anfang Dezember wieder nach Boracay zu gehen. I love Boracay!

Fazit
Wer viel Party, Action und Nightlife sucht, ist mit Boracay gut beraten. Wer den einsamen Strand und Ruhe sucht, der ist hier eindeutig fehl am Platz – in diesem Fall wären z.B. die Strände auf Siquijor, Siargao oder in Anda eine bessere Alternative.

Wie sieht es bei euch aus, welche Erfahrungen habt ihr auf Boracay, der vermeintlichen Trauminsel, gemacht? Wir sind sehr gespannt auf weitere Meinungen!

Die Trauminsel Boracay Island: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 4,63 von 5 Punkten, basieren auf 8 abgegebenen Stimmen.
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