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Tinoy-an Wasserfälle in der Nähe von Bislig im Osten von MindanaoMindanao ist eine schöne, vielseitige Insel im Süden der Philippinen. Tropische Regenwälder, traumhafte Bergregionen und strahlend weiße Sandstrände machen die zweitgrößte Insel dieses faszinierenden Landes zu einem extravaganten Reiseziel, insbesondere für Abenteuerurlauber. Da ich mich zu diesen Abenteuerurlaubern zähle und da ich einige Freunde habe, die sich diesem Menschenschlag ebenfalls zugehörig fühlen, haben wir im März 2009 zu fünft den Entschluss gefasst, mit einem roten Jeep die für Urlauber fast völlig unbekannte Ostküste von Mindanao zu entdecken.

Mit einem roten Jeep entlang der Ostküste Mindanaos von Davao bis Surigao City

Start des Road Trips: Davao

Unser Road Trip begann in Davao. Julian, Roman, Lee und ich waren mit dem Flugzeug von Manila zum Flughafen in Davao geflogen, wo Rhea, die Fünfte im Bunde, mit einem roten Jeep auf uns wartete. Wir verbrachten noch einen Tag in der schönen Eine-Millionen-Einwohner-Stadt im Süden Mindanaos, tranken am Abend ein paar San Miguel, aßen dazu Kinilaw, Reis und Pork Adobo und brachen am nächsten Morgen, völlig ausgeruht und ausgeschlafen, auf. Wir hatten zwei große Zelte dabei und füllten unsere Kühlboxen mit Tanduay, Bier und anderen Lebensmitteln, um für den anstehenden Road Trip entlang der touristisch kaum erschlossenen Ostküste von Mindanao gut gewappnet sein.


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Erstes Ziel: Tinuy-an Falls in der Nähe von Bislig

Die in einen schönen Wald gebetteten Tinuy-an Wasserfälle in der Nähe von BisligDas erste Ziel unseres unvergesslich schönen und abenteuerreichen Road Trips waren die Tinuy-an Falls unweit der kleinen Stadt Bislig. Touristen und Urlauber waren dort Mangelware. So übernachteten wir nicht in einem angenehm klimatisierten Zimmer (ein solches gab es schlicht und ergreifend nicht), sondern in einer Bambushütte, die sich direkt neben den Tinuy-an Falls befand. Das Rauschen der Wasserfälle übertönte das Summen der lästigen Moskitos. Es war ein Traum für echte Abenteuerurlauber! Wir erfrischten uns im kühlen Nass, bereiteten unser Essen an einer kleinen Feuerstelle zu und ergaben uns trotz des ständigen Einsatzes von Autan den aggressiven und stechfreudigen Moskitos. Eine funktionstüchtige Toilette hatten wir nicht. So pflegten wir immer, wenn jemand zur „Toilette“ ging, zu witzeln: „Oh, jemand muss mal wieder die ‚Reise nach Bangladesch‘ antreten!“

Zelten auf den Kissing Islands

Kissing Islands im Osten von MindanaoDas zweite Ziel unserer Reise entlang der Ostküste von Mindanao waren die Kissing Islands, irgendwo zwischen Bislig und Tandag. Die genaue Beschreibung der Lage dieses Ortes kann ich leider nicht mehr wiedergegeben. Von der Schönheit der Kissing Islands kann ich allerdings noch heute ein Lied singen. Direkt am Strand schlugen wir unsere Zelte auf, ein lebensfroher Fischer hatte uns zuvor für ein paar Pesos zu den Kissing Islands transportiert. Wir genossen die Einsamkeit und lebten wie Robinson Crusoe. Am Abend rätselten wir, warum die Kissing Islands Kissing Islands heißen würden. Die Ebbe sollte uns die Lösung bringen: Bei Niedrigwasser verbinden sich die Sandbänke der beiden Inseln derart, dass es so aussieht, als küssten sie sich.


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Bikini Beach – Traumstrand im Osten von Mindanao

Nach unserem Ausflug auf die Kissing Islands fuhren wir mit unserem Jeep weiter in Richtung Tandag. Die Straßen waren schlecht, die Luft voller Staub, große Schlaglöcher schüttelten uns hin und her. Auch wenn einige Menschen diese Fahrt für unzumutbar erklärt hätten, uns machte der Road Trip enorm viel Spaß. Wir weideten uns am Anblick der atemberaubend schönen Natur und scherzten mit den einheimischen Kindern und Jugendlichen, die uns „Hey, Joe!“ oder „Americano, Americano!“ zuriefen.
Der Bikini Beach liegt im Osten und Mindanao und etwa 20 km von der Stadt Tandag entfernt
Der Bikini Beach im Osten von Mindanao liegt ca. 20 Kilometer von Tandag entfernt. Als wir dort ankamen, nahmen wir sofort ein erfrischendes Bad im kristallklaren Wasser. Der Strand war wunderschön, keine spitzen Steine verminderten die Qualität des feinen Sandes. Wir überzeugten uns sehr schnell davon, dass der fast völlig unbekannte Bikini Beach im Osten von Mindanao es zweifellos mit den besten Stränden der Welt aufnehmen kann!

In einem Baumhaus nächtigten wir, als wir am Bikini Beach im Osten Mindanaos warenUnser Schlafquartier war das im linken Foto abgebildete Baumhaus. In der Nacht hörten wir das angenehme Rauschen des Meeres, der helle Mond spiegelte sich im Ozean. Selten habe ich mich an einem Ort so wohl gefühlt wie am Bikini Beach. Manchmal träume ich heute noch von diesem wunderschönen Strand im Osten von Mindanao. Es war ein Erlebnis, das mich und meine Reisebegleiter sehr ergriffen und in Faszination versetzt hat.


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Von Tandag nach Lanuza

Wer möchte nicht am traumhaften Bikini Beach im Osten von Mindanao ein paar schöne Urlaubstage verbringen?Vom Bikini Beach in der Nähe von Tandag fuhren wir weiter in das kleine Städtchen Lanuza, das unter Surfern relativ bekannt sein dürfte. In Lanuza werden nämlich einzigartige Surfbretter aus Bambus hergestellt. Wir hatten die Ehre, eine Führung vom Bürgermeister höchstpersönlich zu bekommen. Er zeigte uns all die Hotspots von Lanuza, wie beispielsweise ein hübsches, altes Kolonialhaus im spanischen Stil. Am Abend speisten wir noch zusammen wie die Könige und nach einigen benebelnden Drinks (Tanduay-Cola) begaben wir uns schließlich in unser recht einfach ausgestattetes Fünf-Bett-Zimmer.

Sonnenuntergang an einem Strand in der Surfer-Stadt Lanuza im Osten von Mindanao

Das letzte Ziel unseres Road Trips: Surigao City

Am nächsten Morgen brachen wir auf, um das letzte Ziel unseres Road Trips entlang der Ostküste von Mindanao zu erreichen: Surigao City. Ein letztes Mal fuhren wir mit unserem roten Jeep über staubige Schotterpisten und kamen an grünen Wäldern und ungewöhnlich rot schimmernden Bergen vorbei. Zwischen Tandag und Surigao City befinden sich nämlich die so genannten Red Mountains. Leider aber werden in dieser (noch) schönen Gegend sehr viele Schindluder getrieben. Das liegt vor allem an dem umweltschädlichen Gebaren einiger skrupelloser Bergbau-Unternehmer.


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In Surigao City angekommen splitteten wir uns auf: Julian und Roman zog es mit der Fähre nach Leyte. Rhea, Lee und ich fuhren mit dem roten Jeep weiter nach Gingoog City. Wir alle waren überglücklich, den mehrtägigen Road Trip entlang der Ostküste von Mindanao gewagt zu haben, und werden ihn für immer in guter Erinnerung behalten!