Hin und wieder sind wir auf Abwegen unterwegs, um neue, spannende Destinationen für uns und unsere Gäste zu entdecken. In diesem Artikel stelle ich zehn Highlights vor, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind.

Dinagat Islands

Sicherlich eines der exotischsten Reiseziele bisher. Dinagat Island gehört als eigene Provinz noch zu Mindanao, wobei sie ähnlich wie Siargao nicht sonderlich viel mit dem Festland zu tun hat. Ich habe Dinagat etwas ausführlicher in diesem Beitrag vorgestellt – mittlerweile ist unser erster Besuch schon mehr als zehn Jahre her.

Port Barton

Nach Port Barton habe ich zum allerersten Mal im April 2023 gefunden, wobei ich zuvor schon viel über diesen kleinen Ort gehört hatte. Hin und wieder hatten uns auch Gäste gefragt, ob wir Port Barton im Rahmen einer individuellen Rundreise berücksichtigen können. Nachdem ein paar unserer Team-Mitglieder den Abstecher dorthin unternommen haben und wir immer mehr Gäste in den Ausan Beach Cottages oder auch im etwas abschüssiger gelegenen Sunset Colours untergebracht hatten, war es auch für mich höchste Zeit, dieser Gegend einen Besuch abzustatten.

 

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Ich hatte auch mein Triathlonrad mit dabei, da ich mich in der Vorbereitung auf den Ironman Philippines befand, sodass ich mir ein gutes Bild von der Gegend machen konnte. Mein Kurzfazit ist: wer genügend Zeit mitbringt, sowohl für die Anreise, als auch für die schönen Island-Hopping-Touren und um die für diese kleine Ortschaft doch recht zahlreichen Bars und Restaurants auszuprobieren, der kommt voll auf seine Kosten. Das Schnorcheln ist rund um Port Barton für meine Begriffe deutlich interessanter als rund um El Nido, zudem war Port Barton bei unserem Besuch im Mai 2023 nicht annähernd so stark besucht wie El Nido ein paar Tage später.

Besonders empfehlen möchte ich noch die Mojitos Restobar, die ein außerordentliches kulinarisches Highlight darstellt.

Limawasa Island

Das kleine Inselchen Limasawa liegt im Süden von Leyte, am einfachsten ist es von Padre Burgos aus erreichbar. Das erste Mal war ich 2012 dort, und zum zweiten Mal zehn Jahre später gemeinsam mit dem Schriftsteller Reimer Eilers. Die Tatsache, dass ich es bei meinem ersten Besuch von Limasawa nicht geschafft hatte, einen der historisch bedeutendsten Orte des philippinischen Katholizismus aufzusuchen, ist schon ein bisschen skurril. Insbesondere, da es ein großer Lebenstraum von Reimer war, einmal den Ort zu besuchen, wo der bedeutende Weltensegler Ferdinand Magellan die erste Ostermesse auf den Philippinen abhalten und ein Kreuz aufstellen ließ.

Reimer mit Blick auf Limasawa von Padre Burgos aus gesehen

Kalinga

Die Kalinga-Provinz zu besuchen, war schon seit einigen Jahren ein Lebenstraum von mir. Genauer: ich wollte unbedingt „Apu Whang Od“ einen Besuch abstatten, um sich von ihr tätowieren zu lassen.

Mit Apu Whang Od in Buscalan, Kalinga

Auch diesen Traum konnte ich zusammen mit Bea verwirklichen, wobei wir nicht nur die weltbekannte „mambabatok“ kennenlernen durften, sondern in dem Zusammenhang auch die Reisterrassen in Banaue, die hängenden Särge in Sagada und anschließend auch Vigan City besuchen konnten – sehr viele Highlights während unserer Nordluzon-Tour!

Tambobo

Die Tambobo Bay (auch Bonbonon Bay genannt) liegt im Süden von Negros und ist für Segler aus der ganzen Welt bekannt. Hier befindet sich nämlich ein natürlicher Hafen, der gut geschützt vor Wind und Wetter den Abenteurern ein sicheres Anlegen, oftmals für mehrere Wochen ermöglicht.

Hier konnte ich durchaus interessante Persönlichkeiten kennenlernen, darunter auch „Aussteiger“, die sich hier für Jahrzehnte niedergelassen haben.

Pagudpud

Der „Saud White Beach“ im Norden von Luzon war für mich eine positive Überraschung, als ich eher zufällig in Pagudpud gelandet war. Mein bester Freund Jakob und ich waren in Manila „gestrandet“, da im März 2010 der isländische Vulkan „Eyjafjallajökull“ ausgebrochen war und den Flugverkehr über Europa für längere Zeit lahmlegte.

Saud White Beach, Pagudpud, Ilocos Norte

Der „Saud White Beach“ in Pagudpud, Ilocos Norte

Kurzentschlossen machten wir uns auf in Richtung Norden, wobei Jakob dann nach zwei Wochen in San Fernando ausgestiegen ist. Für mich ging es über Laoag und Vigan bis nach Pagudpud, wo ich ein paar Einheimische kennenlernen durfte, die mich auch noch in ihrer Heimt herumgeführt haben. Bis heute eine meiner schönsten Erinnerungen auf Luzon.

Mati

Mati hatten wir im Zuge unseres Road-Trips quer durch Mindanao im April 2013 entdeckt. Zwar konnten wir die Seekühe („Dugongs“) dort leider nicht antreffen, aber es war dennoch unvergesslich schön.

Mati City Beach

Überhaupt ist die Ostküste von Mindanao sehr sehenswert, von Surigao City aus wären in Richtung Süden auch noch Bislig City oder die Britannia Islands echte Highlights.

Donsol

Nicht nur wegen der Walhaie ist Donsol einen Ausflug wert: die ursprüngliche „Whaleshark capital of the Philippines“ liegt auch recht nahe zum Mayon Volcano, Legazpi City und weiteren Sehenswürdigkeiten wie Ticao Island. 

Walhaischwimmen in Donsol

Kurz vor dem Sprung ins Wasser, um mit den Walhaien rund um Donsol zu schwimmen

Donsol hat sich in den letzten Jahren zu einer sehr beliebten Reisedestination bei unseren Gästen entwickelt – zurecht!

Romblon

Die „Marmorinsel“ Romblon, welche zu den Romblonen gehört, ist auch ein recht außergewöhnliches Reiseziel. Ein paar Aussteiger haben sich hier niedergelassen und betreiben kleine Restaurants mit Köstlichkeiten aus der ganzen Welt oder auch Tauchresorts, in die sich Reisende auf Abwegen verlieren.

Romblon Islands

Berühmtheit hat Romblon Island allerdings aufgrund des Marmorabbaus bekannt – der romblonische Marmor wird von „Marble Island“ aus in zahlreiche Länder, darunter auch Italien, exportiert. Wer noch Zeit übrig hat, sollte auch noch Sibuyan Island besuchen, das auch das „Galapagos Asiens“ bezeichnet wird.

Mam-on

Schließlich möchte ich noch eine kleine Insel vor Siargao erwähnen, nämlich Mam-on Island.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich eine ganz besondere Verbindung zu Siargao habe, aber auch zu den schönen umliegenden Inseln. Letztes Jahr durfte ich Mam-On zum wiederholten Mal besuche zusammen mit Bea und Bianca, und wir planen abenteuerliche Exkursionen dorthin im Rahmen künftiger Kleingruppenreisen.

Sicherlich gibt es noch viele weitere exotische Destinationen, aber ich habe mich jetzt mal auf zehn beschränkt. Ich hoffe, dass sie dazu inspirieren, noch mehr abseits der üblichen Trampelpfade zu reisen, da es ja bei 7641 Inseln durchaus mehr gibt es „immer nur“ El Nido, Boracay und Alona Beach;)