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Es sind nun mehr als 25 Jahre seit meiner ersten Reise in die bizarre Inselwelt der Philippinen vergangen. Besonders bei unseren ersten Reisen musste ich dabei mehrere unangenehme Erfahrungen machen, die in einigen Fällen auch nachhaltige Wirkungen hinterlassen haben. Ich möchte daher mit diesem Beitrag einige Ratschläge geben, die in dem einen oder anderen Fall geeignet sein mögen, derartige Fehler in den Tropen zu vermeiden.

Die nun folgende Aufzählung erhebt keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit und wird gegebenenfalls später durch Folgebeiträge ergänzt.

Eines der Probleme, mit dem man in den Tropen immer zu kämpfen hat, sind Stechmücken. Da gibt es nur eine kleine Anzahl von Begnadeten, die wenig oder gar überhaupt nicht davon betroffen wären.

Bedingt durch den bald einsetzenden Juckreiz neigt man dazu, die befallenen Körperregionen durch heftiges Kratzen von diesen Qualen zu befreien. Das ist bereits eine gefährliche Aktion, die sehr unangenehme Konsequenzen hervorrufen kann. Im einfachsten Fall sind es “nur“ kleine Entzündungen, die sich jedoch bei unsachgemäßer und nachlässiger Behandlung und Beachtung auch weiter ausbreiten und im Ernstfall sogar gefährlich entwickeln können.

Mit diesem Hintergrund verbinde ich folgende Ratschläge:

  • Bei Aufenthalt in den Tropen sollte man insbesondere bei einsetzender Dämmerung die für die Stechmücken frei zugänglichen Körperregionen mit jenen bekannten Abwehrlotionen einreiben, die es in nahezu allen Apotheken und Drogeriemärkten zu kaufen gibt. Durch diese Maßnahme kann man die Plagegeister mindestens zwei bis 4 Stunden “deaktivieren“.
  • Unterschenkel und die gesamten Fußregionen sind bevorzugte Angriffspunkte, auch tagsüber. Vorsicht ist daher geboten, wenn man an einem Tisch sitzt, wo diese Körperregionen vom Tageslicht oder von künstlichem Licht nicht erreicht werden. Gegen Abend sollte man ernsthaft in Erwägung ziehen, lange Hosen zu tragen und möglichst auch Strümpfe und geschlossenes Schuhwerk. Das hilft!
  • Grundsätzlich sollte man an allen schattigen Plätzen, auch tagsüber, auf heftige Moskito-Attacken gefasst sein und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen.
  • Bei einsetzendem Juckreiz ist grundsätzlich Vorsicht geboten mit Kratzen, unabhängig davon, welches Getier diesen Juckreiz verursacht hat. Ich habe mir 1992 bei einer Reise auf die Philippinen Scharlach-Bakterien  und Staphylokokken unter die Kopfhaut eingearbeitet, mit der Konsequenz, dass es mich sechs Wochen gebraucht hat, großflächig verbreitete und verkrustete Kopfhautregionen zu regenerieren.
  • Bei aktiver Reisetätigkeit ist es ratsam auch elektronische Abwehrmittel im Gepäck zu haben. Die kleinen Module nehmen nicht viel Platz weg und können in jeder frei zugänglichen Steckdose platziert werden. Eine solche Anschaffung gibt es für wenig Geld und lohnt sich.

Ein Urlaubsziel wie die Inselwelt der Philippinen wird man neben den klimatischen Verhältnissen auch wegen weißem Sand und blauem Meer auswählen. Aber auch hier lauern kleine Gefahren, mit denen man nicht unbedingt rechnet und die unangenehme Erlebnisse bescheren können. Der schöne weiße Sand ist meistens viel wärmer als man denkt und beinhaltet nicht selten spitze Steine und scharfe Korallenstücke, die durch die Gezeiten an den Strand gespült wurden.Sandstrand auf einer Trauminsel der Philippinen

Damit verbundene Vorsichtsmaßnahmen wären:

  • Strände, die man nicht kennt, sollte man möglichst mit leichtem, aber robustem Schuhwerk begehen, welches auch beim Schwimmen und Schnorcheln mitgeführt werden kann.
  • Man sollte grundsätzlich eine Schwimmbrille dabei haben. Wenn es sich nicht um reine, kontinuierliche Sandstrände handelt, sondern um solche, die auch steinige Regionen enthalten, und das Wasser durch unterschiedliche Farbtöne auffällt, dann sind oft “possierliche“ Seeigel nicht weit. Geht man zum Schwimmen, dann wird man diese Gefahren ohne eine geschlossene Brille kaum erfassen können.

Seesterne und Seeigel

Es gibt viele verschiedene Arten von dieser Spezies, aber eines haben alle  gemeinsam.  Tritt man versehentlich in ein solches “Stachelbett“, dann wird man die Folgen mehrere Tage lang nicht vergessen (können).

Noch einige allgemeine Tipps:

  • Vorsicht bei Wiesenflächen die zum Ausruhen einladen. Man muss damit rechnen, dass diese Lagerplätze schon von kleinen Ameisen eingenommen wurden, die sehr schmerzhafte Bisse verteilen. Es ist besser, man breitet sein Handtuch auf dem weißen Sand aus.
  • Prinzipiell ist Vorsicht geboten beim Benützen von Klimaanlagen. Man neigt leicht dazu, die Solltemperatur zu niedrig einzustellen. Auch in den Tropen kann man sich erkälten und diese Erkältungen sind nicht selten sehr hartnäckig.
  • Vorsicht bei streunenden Hunden, die mancherorts sehr zahlreich unterwegs sind. Diese Hunde sind nicht aggressiv, aber man sollte unter allen Umständen vermeiden, diese anzufassen und Bisswunden zu riskieren. Eine Bisswunde kann hier schlimme Folgen verursachen.
  • Bei den Vorsichtsmaßnamen zur Verhinderung von Sonnenbrand sollte man den Füßen besondere Aufmerksamkeit schenken. Bei Motorradfahrten oder einfach nur bei einer längeren Fahrt mit einem Auslegerboot sind diese Körperteile oft schutzlos der Sonnenbestrahlung ausgesetzt, mit der Konsequenz, dass sich an diesem Stellen sehr schmerzhafter Sonnenbrand bis hin zu bösartigen Verbrennungen einstellen kann.

Bei der Beachtung dieser (und vieler hier nicht genannten) Ratschläge wird der Aufenthalt in den Tropen zu einem positiven Erlebnis und viele Inseln der Philippinen als Trauminsel empfunden werden.

Gute Reise