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Eines der entlegeneren Reiseziele auf den Philippinen ist Sibuyan Island. Das oftmals als „Galapagos Asiens“ betitelte Eiland hat Ende der 1990er Jahre mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen, nachdem der ehemalige Präsident Ramos den „Mount Guiting Guiting Natural Park“ als solchen proklamiert hat. Und „Mount Guiting Guiting“ (G2) ist sicherlich auch einer der sprichwörtlichen Höhepunkte Sibuyans.

Mt. Guiting Guiting Sibuyan Island

Der Mount Guiting Guiting ist das Wahrzeichen von Sibuyan Island

Sibuyan Island gehört zu den sieben Inseln der Provinz Romblon, welche wiederum zur Region MIMAROPA zählt und neben Mindoro auch Marinduque, Romblon und Palawan umfasst. Naturliebhaber kommen hier besonders auf ihre Kosten, da die Flora und Fauna auf Sibuyan besonders vielfältig und unberührt ist.

Es finden sich einige endemische Pflanzen Arten, wozu vor allem exotische Vogelarten gehören. Der Wald um den 2058 Meter hohen Mount Guiting Guiting weist eine sehr hohe (manchen Quellen zufolge sogar die höchste) Baumdichte weltweit auf. Daher verwundert es kaum, dass sich hier besonders viele Vögel tummeln, die in den Bäumen nisten und dementsprechend auch zahlreiche Ornithologen aus aller Welt anlocken.

Mount Guiting Guiting – das philippinische Mekka für Bergsteiger

Neben den Vogelkundlern finden sich auf Sibuyan auch häufig Kletterer, Wanderer und Bergsteiger, welche den Mount Guiting Guiting erobern wollen. Meist dauert der Auf- und Abstieg drei Tage, wovon alleine zwei Tage auf das Hochkraxeln entfallen.

Dabei stellt der „G2“ wie Mount Guiting Guiting auch genannt wird, eine echte Herausforderung dar: Nur Mount Halcon auf Mindoro und Mount Mantalingajan im Süden Palawans gelten den „Pinoy Mountaineers“ zufolge als ähnlich schwer zu besteigen.

Bevor es hoch hinausgeht, muss man sich im Office des DENR (Department of Environment and Natural Resources) am Eingang des Naturparks registrieren. Je nach Dauer des Aufenhalts wird dann eine Gebühr von mehreren hundert Pesos fällig, der persönliche Guide wird gesondert bezahlt.

Das DENR kümmert sich u.a. um den Schutz des Nationalparks, welcher nach wie vor von Wilderern und Holzhändlern, die illegal Bäume fällen, heimgesucht wird. Darüberhinaus stellt es auch Informationen zur Verfügung wie z.B. auf der entsprechenden Webseite (denr.gov.ph).

Wer es nicht unbedingt auf den Gipfel abgesehen hat, an welchem sich die Gemeinden Cajidiocan, Magdiwang und San Fernando treffen, der kann auch schöne Tagestouren unternehmen. Eine Tour führt zum Beispiel den Gaong River entlang, welcher zu den saubersten Flüssen des Landes (wahlweise der Welt) zählt.

Das Wasser ist in der Tat glasklar und hat Trinkwasserqualität. Die Tour dauert in etwa 4-5 Stunden und kann ebenfalls über die Mitarbeiter des DENR organisiert werden.

Mount Guiting Guiting National Park

Die Natur rund um den höchsten Berg Romblons ist durchaus beeindruckend

Gaong River, Sibuyan Island

Wandern am Gaong River im Mount Guiting Guiting National Park auf Sibuyan Island

Gaong River, Sibuyan, Romblon

Das glasklare Flusswasser lädt zu einem kühlen und erfrischenden Bad ein

Anreise nach Sibuyan Island

Eine Reise nach Sibuyan ist ein recht abenteuerliches Unterfangen. Bei unserem ersten Besuch wählten wir zunächst die Flugverbindung von Manila nach Tablas. Von dort aus ging es dann erst einmal in einem Van in Richtung San Augustin (Fahrzeit ca. 45 Minuten), um dann per Boot nach Romblon überzusetzen.

Nach derzeitigem Stand gibt es nur eine direkte Verbindung von Tablas nach Sibuyan mit Montenegro Shipping Lines gegen 5:30 – 6:00 Uhr morgens, welche ebenfalls über Romblon Island führt.

Von anderen Inseln aus gibt es ebenfalls denkbare Verbindungen, welche allerdings stark wetterabhängig sind. So finden sich sowohl Boote in Roxas City (Panay) als auch in Masbate, welche Sibuyan ansteuern. Die geschätzte Fahrzeit beträgt dabei ca. 8 Stunden.

Der Besuch von Sibuyan Island erfordert neben ausreichend Zeit auch Flexibilität bei Unterkunft & Verpflegung. Zwar gibt es mit dem Sanctuary Garden Resort eine recht schöne Anlage, doch eine entwickelte Infrastruktur, hochklassigen Service und eine abwechslungsreiche Küche sollte man auf der Insel nicht erwarten.

Echte Abenteurer und Naturliebhaber kommen hier allerdings voll auf ihre Kosten, und für uns war Sibuyan ein echtes Erlebnis fernab touristischer Trampelpfade, das wir auf jeden Fall wieder besuchen werden.

Ähnlich schöne Naturerfahrungen haben wir übrigens in Dinagat gemacht, das wir als einen weiteren exotischen Geheimtipp empfehlen können.

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