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Oder: mehr als „nur“ ein Surferparadies!

Siargao Island ist vor allem bei Surfern bekannt; dabei ist dieses Eiland im Nordosten Mindanaos viel mehr als nur eine Surf-Insel: hier finden sich zahlreiche Strände, die ihresgleichen suchen, und auch das Insel-Flair an sich ist wie auf Camiguin, Siquijor und vielen weiteren Inseln einzigartig.

Suring Siargao

Siargao ist vor allem bei Surfern für grandiose Surfwellen bekannt. Foto: Stef

Dieser Beitrag dreht sich um unsere Inselumrundung, die wir im August 2013 gemacht haben. Der Trip war Teil einer vierwöchigen Fahrrad-Tour quer durch die Philippinen, über die ich schon hin und wieder geschrieben habe. Anders als Dingat Islands lässt sich Siargao übrigens hervorragend mit dem Radl entdecken.

Anreise über Surigao City

Unsere Anreise erfolgte nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel Tavern wie meist auch von Surigao City per Fähre aus. Vom Hafen und Boulevard der Hauptstadt der Provinz Surigao del Norte aus legen täglich einige Bankas (Fischerboote) und regelmäßig auch größere Fähren ab. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte sich für die Bankas entscheiden.

Fahrräder auf der Banka

Mit den Bikes auf der Banka in Richtung Siargao. Foto: Bea.

Denn bei Fahrten mit größeren Fähren und Schiffen drohen einem Verwaltungsaufwand und weitere Kosten, die u.a. für die Philippine Ports Authority (PPA) anfallen – und das kann manchmal Stunden und viele Nerven kosten. Die Überfahrt selbst dauert dann ca. 2 bis 3 Stunden je nach Transportmittel und Ankunftshafen – das ist entweder Carmen (früher „Numantia“) oder auch Dapa, die Hauptstadt von Siargao Island.

La Luna Island Resort in GL

Nach Ankunft in Dapa sind wir direkt weiter nach General Luna („GL“) geradelt, was in etwa 12 km waren. Zwar gibt es in Dapa auch Übernachtungsmöglichkeiten, aber die Resorts in General Luna sind eindeutig schöner. Wir sind dieses Mal im La Luna Island Resort* eingecheckt und haben es nicht bereut:D

La Luna Island Resort, General Luna

Das Inselflair Siargaos im La Luna Island Resort genießen. Foto: Bea

Das La Luna gehört Bekannten von uns, weshalb wir auch einen schönen Discount bekommen habe, aber nicht nur deshalb ist dieses Resort empfehlenswert: es ist authentisch mit viel dunklem Tropenholz gehalten und verfügt über ein paar sehr geräumige Zimmer mit eigenem Balkon. Die privaten Badezimmer sind auch überdurchschnittlich sauber und funktional, was man von philippinischen Hotels nicht unbedingt immer behaupten kann…

Kabibo Bar, La Luna Beach Resort

Ein Restaurant mit leckerem Essen und eine Bar „Kabibo“ mit guten Drinks gibt es hier auch

Hier sind wir dann erst einmal ein paar Tage geblieben und haben uns ein wenig von den Reisestrapazen auf Dinagat erholt: das Restaurant bzw. die Kabibo Bar vom La Luna Resort hat uns mit leckerer Küche und guten Drinks verwöhnt, wobei das nahegelegene Buddha´s Surf Resort auch sehr zu empfehlen ist. Einen Besuch im Siargao Inn, wo wir sonst auch öfters vorbei schauen, sind wir schuldig geblieben – holen wir aber dann beim nächsten Mal nach:D

Pacifico

Zum Surfen, wofür General Luna ja weltweit bekannt ist, waren die Wellen leider zu niedrig, weshalb wir dann weiter in Richtung Norden nach Pacifico, das zu San Isidro gehört, geradelt sind. Dieses kleine Örtchen ist wiederum bekannt für das jährliche internationale Wettfischen, weshalb es dort auch ein paar Resorts gibt, die wir uns angesehen haben.

Auf dem Weg dorthin kamen wir an Krokodilen, am Magpupunko „Rock Pool“ und an einigen Mangroven vorbei.

Krodilprojekt Siargao

„Philippine Crocodile Release Project Area“, Barangay Jaboy

Magpupunko

Magpupunko – ein natürlicher Swimming Pool im Meer

Hier noch ein kurzes Video von den Magpupunko Tidal Pools

Das außergewöhnlichste „Refugium“ (man kann es nicht anders nennen) in Pacifico war das Haus des ehemaligen amerikanischen Lehrers „Jack“, der in seinem sehr individuellen Resort allerlei Sehenswürdigkeiten aller Herren Länder ausstellt. Wir haben zwar keine Nacht in diesem Museum verbracht, sind aber nach einem kurzen Plausch mit Jack zum Lunch geblieben, um dann weiter nach Norden zu ziehen.

Jack´s Museum-Resort in Pacifico

Jack´s „JaFe“ Museum-Resort in Pacifico

Siargao Map

Jack hat auf jeden Fall eine sehr stylische Karte von Siargao Island herumhängen (zum Vergrößern einfach auf´s Bild klicken!)

Es ging an der Ostküste Siargaos weiter, wobei wir eine grandiose Aussicht hatten:

Küste Siargao Island

Traumhafter Blick auf die Küste im Nordosten Siargaos

In der Nähe von Alegria an der Nordspitze von Siargao haben wir dann den vielleicht schönsten und einsamsten Strand der Philippinen entdeckt:

Alegria Beach, Burgos

Alegria Beach im Norden, Siargao Island

Angeblich soll am wunderschönen Alegria Beach ein Casino gebaut werden, was diesen einsamen Traumstrand mit Sicherheit ruinieren würde. Wir hoffen, dass es sich bei dieser Information nur um ein wildes Gerücht handelt – wird werden aber auf jeden Fall „am Ball bleiben“.

Zwischen Alegria und dem nächsten längeren Halt in Carmen finden sich noch die „Tak Tak Falls“, welche für eine willkommene Erfrischung sorgen. Ansonsten ist die Westküste von Siargao relativ uninteressant, und auf unserem Radweg befanden sich einige Hügel, die uns in der philippinischen Tropensonne ganz schön ins Schwitzen brachten. In Carmen sind wir im relativ neuen Restaurant am Hafen eingekehrt, um etwas Energie für die letzte Strecke zurück nach Dapa zu tanken.

Mangroven-Tour in Carmen

Hier befindet sich übrigens auch der Ausgangspunkt für schöne Touren durch den Mangrovenwald, die durch smaragdgrünes Wasser zu weiteren wunderschönen Stränden führern. Hier sollen sich auch noch einige Krokodile herumtreiben, um die sich allerlei wilde Geschichten ranken – wir konnten allerdings bisher noch keine Exemplare sichten:D

Mangrovenwald  in Carmen, Siargao

Mangroven nahe Carmen, Siargao Island

Für unsere Rückkehr nach Dapa bzw. General Luna blieb uns zu wenig Zeit, und die Dämmerung hatte schon eingesetzt. Da kam das brandneue Bed & Breakfast namens „Bakhaw“ wie gerufen.

Bakhaw Hotel, Dapa

Bakhaw Bed & Breakfast, Restaurant

Die Zimmer und vor allem das Restaurant in diesem Hotel waren sehr schön eingerichtet, allerdings haben u.a. der Fernseher und die Dusche nicht richtig funktioniert – vermutlich wird da noch fleißig gewerkelt…

Nach einer kurzen Nacht ging es wieder zurück nach Dapa, wo wir dann in die nächste Banka in Richtung Socorro, Bucas Grande, gestiegen sind – ein weiteres traumhaftes Reiseziel, das uns teilweise an die schöne Natur auf Dinagat Islands erinnert hat.

Radltour Siargao Island, Mindanao

Mit zwei Fahrrädern drei Tagen rund um Siargao Island.

Insgesamt hat uns die Fahrrad-Tour rund um Siargao Island gezeigt, dass es hier sehr viel mehr als grandiose Surf-Wellen gibt, und wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Besuch einer der schönsten Inseln Mindanaos.

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