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Möchte man die Romblonen bereisen, braucht man viel Geduld und noch mehr Zeit um sein Ziel zu erreichen – wie fast überall auf den Philippinen in wenig erschlossene Regionen – Siargao und Dinagat sind da nur zwei weitere Beispiele. Aber es ist die Reise wert und man wird mit einer Herzlichkeit und umwerfenden Farbenwelt begrüßt, die es einem schwer macht wieder den Heimweg anzutreten, aber der Reihe nach.

Die Romblonen bestehen aus kleineren Nebeninseln und größeren Hauptinseln, u.a. Tablas, Romblon und Sibuyan. Diese sind in ihrer Ursprünglichkeit und Natürlichkeit sehr gut erhalten, und so bietet diese Region das Tablas Strait Atoll, unzählige Korallenriffe und Marine Reservate, die zum Schnorcheln, Tauchen und Free Diving einladen. Der Mount Guiting-Guiting auf Sibuyan Island ist ein weiterer Höhepunkt.

Romblon Islands

Gelegen in einem Nationalpark nimmt er ein Drittel der Inselfläche mit 157 km² ein. Da der einzige Flughafen auf Tablas lediglich vier Mal die Woche über Manila angeflogen wird, ist Massentourismus hier nicht zu finden, und die zahlreichen Fährverbindungen von Panay, Mindoro und Luzon verbinden diese kleinen Inseln mit größeren Städten auf dem Festland auf landestypische Weise.

Angekommen am Hafen in Romblon City, fällt eines sofort auf: Findet man in vielen Städten des Landes hohe Zäune, vergitterte Fenster und Türen und Stacheldraht auf den Mauern – so darf man sich auf den Romblon Islands von offene Haustüren, kaum vorhandenen Zäunen und einem herzlichen gesellschaftlichen Miteinander auf der Straße verzaubern lassen.

Bei einbrechender Dunkelheit liegt eine ausgelassene und sehr freundschaftliche Stimmung in der Luft. Die Straßen laden zum Bummeln ein, und der lokale Markt im Herzen der Stadt bietet auch bis in die späten Stunden ein reichhaltiges Angebot über frischen Fisch, lokale Früchten, Gemüse und alle täglichen notwendigen Haushaltswaren an. Am zentralen Marktplatz direkt am Hafen, sind die landestypischen Grillstände bis hin zu Restaurants mit internationaler Küche zu finden.

Diese haben oftmals europäische Wurzeln und bieten von Frankfurter Rostbratwurst, original italienischer Pizza oder Foccacia, bis hin zum indischen Curry eine ausgesprochene Bandbreite an. Hier auf den Inseln haben sich bereits vor weit über 30 Jahren einige Auswanderer internationaler Herkunft niedergelassen, zu den Einheimischen gesellt und genießen die Ruhe und Gelassenheit der Inseln.

In der Innenstadt Romblon Citys findet man das Fort „Fuerza De San Andres“ aus dem 17. Jahrhundert. Gelegen auf einer Anhöhe mit einem fantastischen Blick über die Bucht, lässt sie erahnen wie die Spanischen Besatzer hier gegen holländische Piraten und andere Eindringlinge Stellung bezogen haben. Man kann heute das nach einer mehrjährigen Restauration wiederhergestellte Fort sogar wieder besichtigen. Eine australische Archäologin hat mit den Romblonen zusammen das alte Gemäuer mit den natürlich vorkommenden Rohstoffen und Materialien aufgebaut und somit den altertümlichen Charme erhalten.

Fuerza De San Andres, Romblon City

Fuerza De San Andres

Von hier aus kann man direkt in die Marmorberge im Norden der Insel blicken. Marmor stellt mitunter eine der wichtigsten Einnahmequellen der Insel dar und findet sich überall in kleinen Handwerks- und Souvenirläden wieder sowie in Hotels und Resorts in Form von Fassaden, Marmorböden und Bädern. Unter anderem ist die Insel Romblon auch unter dem Namen „Die Marmor-Hauptstadt der Philippinen“ oder „Marble Island“ bekannt.

In den Abbaugebieten findet man die Arbeiter in den offenen Fabriken sowie Künstler direkt an der Straße. Blöckeweise werden dort Kunstwerke aus dem Stein geschlagen in Form von Drachen, Löwen und Fresken, die sich in der römisch-katholischen Kirche wiederfinden, sowie Platten für Bodenbeläge und Fassadenverzierungen. Feiner Marmorstaub bedeckt die kurvige Bergstraße sowie Flora und Fauna auf dem Weg zur Ostseite der Insel, wo die Sibuyan-See zu finden ist.

Romblon ist auch als „Marble Island“ bekannt

Mit Ihren 46 Kilometern Hauptstraße ist die Insel schnell umrundet, so meint man. Doch findet man sich schnell Rast machen in den natürlichen Bergquellen, Wasserfällen oder Strandresorts, die zum entspannen und verweilen einladen. Wen es in abenteuerliche Gefilde zieht, der kann sich auf Höhlenforschung begeben, den inseleigenen Unterwasser-Fluss besuchen oder mit einem lokalen Guide über die Insel im Tricycle fahren und den Leuchtturm an der Südspitze besteigen und sich einen Überblick der Insel von oben verschaffen.

Die atemberaubende Unterwasserwelt rund um Romblon

Abseits der Inseltouren an Land bietet die Region eine umwerfende Unterwasserwelt, die sowohl Schnorchler- und Taucher Herzen höher schlagen lassen. Im San Pedro Beach Resort findet man nicht nur kleine Nipa-Hütten mit regionalem Marmor ausgestattet, die einen gewissen Luxus versprühen. Auch das hauseigene Korallenriff beherbergt eine Artenvielfalt an Korallen und Fischen und lässt einen gewissen Reichtum der Unterwasserwelt erahnen.

So wurden um die Insel verteilt 14 Marine Reservate in den letzten Jahren erschlossen, Schildkrötenaufzuchtstationen eröffnet und die Riesenmuschel „Giant Clam“ ist seit einigen Jahren unter Schutz gestellt und kann sich wieder in freilebender Natur angesehen werden. Wem das alles noch nicht genügt, der geht auf eine Island-Hopping Tour. Hier darf man sich von einsamen Stränden wie dem Naguso Beach auf Cobrador, kleinen abgelegenen ursprünglichen Fischerdörfern und der geselligen Herzlichkeit der Einheimischen am Bong-Bong Beach in den Bann ziehen lassen.

Ab in die Unterwasserwelt!

Schon ein kurzer Zwischenstopp in einer abgelegenen Bucht kann mit Taucherbrille und Schnorchel zum einmaligen Erlebnis werden, und die Farbenpracht der schwarz-neongelben Fächerkorallen im Kontrast zum Azurblau der Fischschwärme, lässt einen das Atmen vergessen.

Diejenigen, die sich mit Equipment in die Tiefe wagen wollen, können unter Führung erfahrener Tauchschulen vor Ort die Schildkröten-Gründe entlang der Küste Romblons erkunden oder einen Tagesausflug zum Tablas Strait Atoll unternehmen. Ebenso kann hier die Ruhe und Abgeschiedenheit genutzt werden, um das Freitauchen oder auch Apnoetauchen (engl. „Free Diving“) auszuprobieren bzw. Kurse zu belegen. Mit dem Kursleiter können vom Einstieg in die Grundlagen des Freitauchens bis hin zum Free Diving Master alle Level absolviert werden. Je nach Interesse und Kondition geht es in die Tiefe, Abtauchen auf einen Atemzug – in das unendliche Blau der Tiefe.

Nach einem erfüllten Tag lässt man hier gerne nach lokaler Art den Abend mit einem chinesischen Wein ausklingen. Dieser hat bei Weitem nichts mit dem uns bekannten Rebensaft zu tun und überschreitet die 15%ige Alkohol-Gehaltsgrenze um Einiges. Doch die Kräutermischung wärmt den Magen und lässt die Muskeln die Anspannung des Tages vergessen. Und so werden wir von dem aufkommenden Meeresleuchten, den tanzenden Glühwürmchen und einem atemberaubenden Sternenhimmel in die Nacht begleitet.