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Wer schon ein wenig in Südostasien herumgekommen ist, der wird oftmals eine sehr scharfe und gemüsehaltige Esskultur vorgefunden haben. Doch nicht unbedingt so auf den Philippinen. Ob es noch auf auf die spanische Kolonialzeit, indigene Epochen davor oder aber auf amerikanischen Einfluss zurück geht – das philippinische Essen zeichnet sich durch einen besonders bunten Mix aus.

Das hat nicht zwangsweise etwas mit Gemüse und Obst zu tun, sondern auch (leider) immer öfter mit Junk-Food in Form von Süßigkeiten oder klassischen Burgerketten mit viel Fleisch und Fett. Die Philippinen sind nicht nur Weltmeister im Reisessen – der Tagesbedarf soll pro Kopf bei ca. 200-300 g Reis täglich liegen -, sondern auch in Sachen Blutzucker, -Verfettung, Diabetes etc.

Philippinische Fiesta: das Spanferkel darf nicht fehlen

Gerade in mittelständischen und reichen Familien ist es ein „Zeichen des Wohlstands“, wenn man den ein oder anderen Rettungsring mehr vorzeigen kann. Wer einmal einer typischen philippinischen Fiesta beigewohnt hat, wie sie jedes Jahr örtlich einmal statt findet, der wird sich gut an die Fleischberge zurück erinnern können, die von frisch geschlachteten Spanferkeln stammen – gepaart mit vielen Softdrinks, Bier und Tanduay, dem philippinischen Rum.

Sicherlich stellt dies auch wieder einen besonders feierlichen Anlass dar, doch der Siegeszug fleischlastiger Kost zeitigt an allen Ecken und Enden seine Folgen, sodass generell viel und gerne vor allem Schwein und Chicken gegessen werden. Auf einem Streifzug durch den Markt kann man oftmals Barbecue in verschiedenen Varianten finden, Pork Adobo (Schweinefleisch in typischer Süß-Sauer-Sauce) und weitere Fleischgerichte.

Philippinisches Gemüse kommt selten „ohne etwas drin“

Wer sein Gemüse nicht ausdrücklich ohne Fleisch bestellt hat, wird in den meisten Fällen welches in seiner Mahlzeit finden – besser dreimal sagen, dass man nichts „für den besseren Geschmack“ drin haben möchte. Dabei gibt es vermutlich weniger Länder auf dieser Welt, die einen derartigen Reichtum an Gemüse und Obst wie auf den Philippinen vorweisen können. Der vulkanische Boden ist sehr fruchtbar, weshalb so ziemlich alles angebaut werden kann, das Wurzeln schlägt.

Philippinisches Essen kann auch gesund sein: Bohnen, Spinat und anderes Gemüse gibt es auch auf den Philippinen

Exotischere Gemüsesorten wie Okra oder Mungo finden sich genauso wie Kürbisse, Kartoffeln, Spinat und weiteres Grünzeug. Tropische Früchte wie Mango, Jack-Fruit, Bananen und weitere kann man übrigens auch gut in Salaten unterbringen. Kamungay-Blätter eignen sich hervorragend, um seine Gemüsesuppe zu ergänzen oder Tee zu brühen und sollen auch gegen allerlei Gebrechen wirksam sein.

Eine der bekanntesten Delikatessen in der philippinischen Küche ist frisch gemachtes Kinilaw. Das könnte als Alternative zum japanischen Sashimi aufgefasst werden und ist nichts anderes als roher Fisch in scharfer Sauce mit Essig, etwas Knoblauch, Zwiebeln, Chili, etwas Limone (Calamansi) und weiteren Geheimzutaten, was gerne als Beilage zum Trinken gegessen wird.

Dies wird dann als „pulutan“ oder „(sum)suman“ bezeichnet: Auf den Philippinen wird normalerweise zu Bier oder Rum noch ein kleiner Teller / eine Schale gereicht, gefüllt mit Kinilaw, Fisch oder Fleisch, um etwas „Abwechslung“ reinzubringen oder einfach nur länger trinken zu können. Neben Kinilaw gibt es selbstverständlich noch alle anderen erdenklichen Fisch- und Seafoodgerichte:
Auf den Philippinen werden viel Fisch und Seafood gegessen

Dazu gehören Riesengarnelen, Doraden (z.B. in süß-sauer Sauce mit Ananas- und Karottenstückchen; auf dem Foto sieht man den berühmten „Lapu-Lapu“), Tintenfische, Muscheln, Aale und was man sonst noch so alles im Wasser finden kann.  Das philippinische Essen gestaltet sich also durchaus abwechslungsreich – wenn man nur will. Auf typisch-philippinische Gerichte wie zum Beispiel Balut und Hund [Spaß] werden wir in Zukunft noch genauer eingehen – wer ein paar Vorschläge hat, kann sie hier gerne mitteilen;)