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Kulinarische Genüsse sind immer eine wichtige Angelegenheit. Viele Reiseziele empfehlen sich schon alleine durch ihr vielseitiges Angebot an guten Speisen und Getränken. In unseren Breiten haben in dieser Hinsicht Italien und Frankreich einen hohen Stellenwert.

Die Philippinen beziehen ihre Anziehungskraft als Reiseland in erster Linie durch das ganzjährig angenehme Klima, dem einzigartigen Inselpanorama, dem allgemein großen Angebot für Reiseunternehmungen und aus dem Bedürfnis heraus, andere Kulturen und Lebensweisen kennenzulernen.

Das Rankengemüse Sikwa – schöne Pflanzendekoration und wohlschmeckendes Gemüse

Das Rankengemüse Sikwa – schöne Pflanzendekoration und wohlschmeckendes Gemüse

Dennoch hat dieses Land auch einiges an kulinarischer Vielfalt zu bieten, was auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so offensichtlich wird.

In diesem Beitrag werden typische philippinische Gewürz- und Gemüsepflanzen vorgestellt, die mit wenigen Ausnahmen relativ anspruchslos sind, aber in vielen Gerichten auf dem täglichen Speiseplan stehen. Es soll dabei nicht unerwähnt bleiben, dass auch auf den Philippinen der bekannte grüne Daumen einen nicht unwesentlichen Beitrag für gute Ernteerträge liefert wenn man sich anschickt, die hier vorgestellten Pflanzen selbst anzubauen.

Philippinische Chilis – für Saucen, Suppen und Dips

Das ganzjährig feuchtwarme bis feuchtheiße Klima ist jedoch eine gute Voraussetzung dafür, dass sich das eigene Bemühen um gute Zutaten für die Küche lohnen kann.

Pikante Chilis gedeihen in den Philippinen prächtig

Pikante Chilis gedeihen in den Philippinen prächtig

Wichtige Gewürzpflanzen wie Chili wachsen hier das ganze Jahr über. Chilis werden häufig ganz einfach in einem Schälchen mit einem Esslöffel zerdrückt und einer Sauce aus etwas Essig und Sojasauce vermischt und verbreiten dann sehr schnell ihr „heißes“ Aroma.

Solche Saucen sind im Nu zubereitet und liefern in vielen Fällen schon gute Dienste als Geschmacksgeber in einfachen Reisgerichten. Filipinos verwenden sie häufig als Dips für Fleisch und Grillfisch. In vielen Suppen finden Chilis ebenfalls häufig Verwendung.

Wer über eigene Chilipflanzen verfügt, hat immer frische Früchte zur Hand, die er vor dem Verzehr direkt von der Pflanze pflücken kann. Unter den vorherrschenden klimatischen Bedingungen sind sie ansonsten schwer zu lagern und werden schnell welk.

Calamansi - die kleinen, armoatischen Zitrusfrüchte

Calamansi – die kleinen, armoatischen Zitrusfrüchte

Die aromatischen Calamansi – nicht nur für Cocktails

Bei den kleinen Lemonsitos, die in in großen Teilen der Philippinen besser unter dem Namen Calamansi bekannt sind, handelt es sich zwar nicht um die Produkte einer Gemüsepflanze, sie haben bei der Zubereitung vieler Speisen und wiederum bei Saucen und Dips allerdings eine wichtige Funktion.

So kann zum Beispiel der oben erwähnte Soja-Essig Dip mit einigen Spritzern Calamansi – Saft, Chilis und fein gewürfelten roten Zwiebeln angereichert werden und wird auf diese Weise schon fast zur Grundlagensauce von Kinilaw, dem philippinischen Nationalgericht aus rohem Fisch, einem sehr schmackhaften Gericht.

Die Pflanzung eines Calamansi-Strauches empfiehlt sich daher in ähnlicher Weise wie die von ein bis zwei Chilisträuchern. Es sollte jedoch genügend Platz für das Wachstum zur Verfügung stehen. Calamansisträucher wachsen zwar langsam, können unter guten Voraussetzung jedoch über drei Meter hoch wachsen.

Es ist naheliegend, dass sich die Calamansi als Zitrusfrucht bestens für Cocktails eignet. Eine besonders schmackhafte Anwendungsvariante besitzen diese Früchte im bekannten Calamansi-Tee.

Malunggay - Suppeneinlage, die jeder Filipino liebt

Malunggay – Suppeneinlage, die jeder Filipino liebt

Das Suppengewürz – Malunggay

Bei Filipinos sehr geschätzt ist das sogenannte Malunggay. Dabei handelt es sich um das Laub eines Baumes, das ähnlich aussieht, wie das Laub von Birken. Es ist sehr vitaminreich und ist geradezu unverzichtbarer Bestandteil vieler Suppen, die unter der Bezeichnung Tinola bei vielen Filipinos gebräuchlich ist.

Der Geschmack wird sich nicht als besonders intensiv herausstellen, dafür ist die Optik umso besser. Die oft hellgrünen Blätter unterstützen den Grundsatz, dass das Auge mitisst, in perfekter Weise.

Malunggay – Bäume stehen regional oft der Allgemeinheit zur Verfügung und müssen nicht unbedingt gepflanzt werden. Das essbare Laub wächst ständig nach.

Eggplant - die philippinischen Auberginen gedeihen sehr gut im tropischen Klima

Eggplant – die philippinischen Auberginen gedeihen sehr gut im tropischen Klima

Eggplant und Sikwa – ergiebige Gemüsesorten

Die Aubergine oder Eggplant ist ebenfalls eine relativ anspruchslose Gemüsepflanze, die sehr ertragreich ist und abhängig vom Standort gegebenenfalls viele Früchte liefert. Auf den Philippinen ist sie auch unter dem Namen Talung bekannt.

Eggplants erfreuen sich großer Beliebtheit und sind eine echte Bereicherung für den Speiseplan. Für die Anzucht dieser Pflanzen sind schon etwas höhere Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit zu richten. Das gilt auch in besonderer Weise für die Sikwa.

Sikwa - sehr schmackhafte Sorte von Schlangenmelonen

Sikwa – sehr schmackhafte Sorte von Schlangenmelonen

Mit der Anpflanzung von Sikwa schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Wie aus der ersten Abbildung unschwer zu erkennen, handelt es sich bei dieser Pflanze um ein Rankengewächs. Wer also über eine Zaunanlage um sein Anwesen verfügt, der besitzt schon ideale Voraussetzungen, um diese sehr schmackhafte Art von Schlangenmelonen (oder auch Schlangenkürbis) anzubauen.

Das üppige Grün und die großen gelben Blüten sind über die ganze Wachstumsphase ein Augenschmaus und die kann sich über mehrere Monate hinziehen. Die Früchte, die unserer Zucchini ähnlich sehen können eine Länge von bis zu 60 cm erreichen, sind sehr schnell zubereitet und dürfen als geschmackliches Highlight bezeichnet werden, dass ein Bedürfnis auf Fleisch durchaus vermissen lässt.

Auch hier gilt wiederum der Hinweis auf eine gute Bodenbeschaffenheit und den grünen Daumen.

Auch die Okra ist ein sehr beliebtes Gemüse auf den Philippinen

Auch die Okra ist ein sehr beliebtes Gemüse auf den Philippinen

Die sehr geschätzte Okra

Okra ist eine Gemüsepflanze, die vom Aussehen her der Eggpant ähnelt, die Früchte sehen jedoch ganz anders aus. Wer sich im Philippinenurlaub gerne auf Wochenmärkten umschaut, der wird all die hier vorgestellten Gewürze und Gemüsesorten schon entdeckt haben, so auch die Okra.

Dieses Malvengewächs, das ursprünglich aus Afrika stammt, gedeiht auf den Philippinen sehr gut und ist auch sehr beliebt, da sehr schmackhaft. Diesen Enthusiasmus können nicht alle Genießer teilen, da die zum Verzehr zubereiteten Früchte sehr glitschig und daher für den einen oder anderen etwas unästhetisch wirken.

Ansonsten sind auch diese Pflanzen recht ergiebig und eine wirkliche Bereicherung in der philippinischen Küche.

Tanglad - Ein Bündel Zitronengras gehört in jede Suppe oder Eintopf

Tanglad – Ein Bündel Zitronengras gehört in jede Suppe oder Eintopf

Das unersetzliche Zitronengras – Tanglad

Es gibt auf den Philippinen wohl kaum eine andere Gewürzpflanze von so großer Bedeutung und die so häufig Anwendung finden würde wie Zitronengras. Schon längst ist Zitronengras auch in unseren Breiten bekannt und beliebt.

Während in der europäischen Küche vom Zitronengras, oder Lemongras, meist nur die sogenannten Rhizome verwendet werden können, so findet auf den Philippinen fast ausschließlich das aromatisch grüne Laub für Suppen und Eintöpfe Verwendung.

Tanglad wächst nahezu das ganze Jahr über und wird in Tinolas (Suppen) aller Art verwndet, wann immer verfügbar.

Talagbati - schmeckt ähnlich dem Blattspinat hierzulande

Alugbati – schmeckt ähnlich dem Blattspinat hierzulande

Sehr beliebt und ebenfalls sehr ergiebig ist eine Gemüsepflanze, die Alugbati genannt wird. Dabei handelt es sich um eine Art Spinat, der wie ein „Bodenkriecher“ immer weiter wächst. Die Zubereitung ist auch entsprechend ähnlich wie in der heimischen Küche.

Alle hier vorgestellten Pflanzen haben relativ geringen Platzbedarf und können oft an sehr unscheinbaren Standorten gedeihen, wie beispielsweise das Zitronengras, das zuletzt erwähnte Alugbati, oder auch die Chilisträucher.

Die philippinische Küche hat noch viel mehr zu bieten, wie später noch gezeigt werden wird.

Pflanzliches für die philippinische Küche: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 4,50 von 5 Punkten, basieren auf 4 abgegebenen Stimmen.
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