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Es gibt Dinge, denen wohnt eine gewisse Genialität inne. Ein magisches Dreieck besteht zunächst aus zwei scheinbar gegensätzlichen Punkten, die dann aber doch durch einen dritten Punkt zu einem untrennbar harmonischen System verbunden werden. Panay in den westlichen Visayas ist solch ein magisches Dreieck, das kann man schon mit einem einfachen Blick auf die Karte erkennen. Drei nahezu gleichlange Küsten begrenzen die Insel. Eine jede Seite des Dreiecks ist gut 130 Kilometer lang. In der östlichen Ecke durchziehen weite Ebenen das Land, während sich an der westlichen Küste die Central-Panay-Berge über 2000 Meter dem Himmel entgegenstrecken. Im Norden des magischen Dreicks aber finden die beiden Gegensätze in der hügeligen Landschaft und den goldenen Stränden Aklans ihre Auflösung.

Aklan, das ist eines der vier Provinzen Panays. Hier liegt die kleine Panay vorgelagerte Insel Boracay – das philippinische Mallorca, in der alle feierlustigen Strandsüchtigen vollends auf ihre Kosten kommen. Unzählige Hotels, Restaurants und Kneipen reihen sich an der langen Strandpromenade aneinander. Wandern oder Mountainbiken, Tauchen oder Segeln, Sonnenbaden oder Nachleben – hier kann man ohne Schwierigkeiten seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen.

Der Bulabog Putian National Park

Doch nicht jeder setzt sich gerne in das gemachte Nest. Und auch jenseits vom Pauschalurlaub bietet die magische Insel einiges. Den Bergfreunden sei der Bulabog Putian National Park im Süden Panays empfohlen. Schon seit 1961 stehen die Kalksteinfelsen und die sie umgebende Flora und Fauna unter Naturschutz. Affen, Schlangen, Schildkröten neben gigantischen Regenwaldbäumen und Wasserfällen.

Der Urwald zeigt sich hier von seiner besten Seite. Wer mutig genug ist, erkundet die Höhlen des Parks. Mutig muss man sein– denn ein sagenumwobener Unhold, der kinderfressende Aswuang, ist in den Bergen zu Hause. Wer noch mutiger ist, oder etwas von dieser Sportart versteht, kann sich im Sportklettern versuchen. Nahe Igtube und Igbarras haben heimische Bergsteiger einige hochinteressante Kletterrouten eröffnet. Wer sich so weit in den Regenwald hineintraut, wie die Höhlenforscher oder die Bergsteiger, sollte dies allerdings nur in Begleitung heimischer Führer tun. Der Dschungel ist kein Kinderspielplatz. Wegweiser oder Wanderkarten wie in Europa gibt es auf gar keinen Fall und die Zustiege und Wege sind nur den Einheimischen bekannt und in Eigenregie nur sehr schwer auffindbar.

Ilo-Ilo – die „Prinzessin des Südens“

Neben den verzauberten Bergen und den zauberhaften Stränden findet man auf dem magischen Dreieck Panay aber auch die dritte Landschaftsform – die Großstadt: Ilo-Ilo wurde von den ehemaligen spanischen Kolonialisten liebevoll die „Prinzessin des Südens“ genannt. Lange galt die Stadt als die reichste und schönste unter den philippinischen Städten. Eine Eisenbahnlinie, ein internationaler Hafen und eine vor meteorologischen Kapriolen geschützte Lage ließen die Stadt prosperieren.

Ilo-Ilo City ,Panay

Ilo-Ilo: Einer Stadt beim Wachsen zuschauen. Ilo-Ilo City gehört (wieder) zu den aufstrebenden Städten der Philippinen.

Die japanische Okkupation im zweiten Weltkrieg beendete diese Blütephase aber und ließ die Stadt in einen Dornröschenschlaf fallen, aus dem sie erst Anfang des neuen Jahrtausends erwachte. Seitdem aber steht nichts mehr still. Ganze Stadtviertel wachsen jetzt oder erfinden sich neu, vor wenigen Jahren erst wurde die Smallville fertiggestellt, ein Viertel fast ausschließlich für Hotels, Restaurants, Kneipen und Diskos. Dem Ilo-Ilo Fluss wurde eine kilometerlange Promenade spendiert, ein neuer moderner Flughafen außerhalb der Stadt wurde eröffnet und das Bauen geht weiter. Offen bekennt der philippinische Präsident sich zu seiner Lieblingsstadt und das Ziel ist klar – Ilo-Ilo soll wieder werden, was es eins war: die Prinzessin des Südens.

Wer Panay besuchen möchte, hat zwei Möglichkeiten – mit einer Fähre von praktisch jeder größeren philippinischen Stadt aus oder aber deutlich schneller – mit einem Flugzeug zu einem der beiden größeren Flughäfen auf Panay: Ilo-Ilo oder Kalibo (Boracay). Eine knappe Stunde dauert der Flug von Manila aus, doch auch Direktflüge von Hongkong oder Singapur sind verfügbar. Weitere Informationen, etwa auch zur Buchung von lokalen Bergführern, gibt die Tourismusinformation in Ilo-Ilo: DEPARTMENT OF TOURISM – REGION VI (www.westernvisayastourism.com.ph).

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Autor: Heiner A. Koch