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Dies ist ein Gastbeitrag von PhilStep, der individuelle Abenteuer-Touren auf Luzon anbietet. Wir hatten hier schon einmal ein Interview mit ihm veröffentlicht.

Die Reisterrassen von Banaue sind als UNESCO Weltkulturerbe weltweit bekannt. Schon allein der Titel macht sie zu einer Touristenattraktion. Atemberaubende Bilder im Internet wecken zusätzlich das Interesse, diese live und hautnah erleben zu wollen. Mittlerweile gehören sie zu den „Must-See“-Destinationen der Philippinen.

Für die Tourenveranstalter auf den Philippinen ist dies eine willkommene Einnahmequelle und so fahren sie die Touristen aus aller Welt zu den beliebten Aussichtspunkten. Nach dem Meet & Greet kann die Fotosession beginnen. Dabei ist nicht nur das prominente Model „Reisterrassen von Banaue“ für ein Shooting verfügbar.

Vergleichbar mit den Figuren im Disneyland, stehen auch die Ureinwohner (die Igorot) für Fotos bereit. Dieser Freizeitparkcharakter, den der Ausflug zu den Reisterrassen von Banaue mittlerweile angenommen hat, bleibt im „World Wide Web“ verborgen. Die einst spürbare Authentizität dieser Stätte ist verloren gegangen.

Es ist eine Inszenierung aus kostümierten Igorot in einer scheinbar „perfekten“ Kulisse. Dabei ist das Volk der Igorot sehr naturverbunden und pflegt sogar noch ihre alte Kultur mit den Bräuchen und Traditionen. Die Fähigkeiten als Entertainer sind da wenig überzeugend und auch gar nicht notwendig. Die Besucher der Kordillera wünschen sich einen unverfälschten Blick. Wir von PhilStep respektieren die Lebensweise der Einwohner in den Bergen und können trotzdem unvergessliche Momente abseits von „Disneyland“ und anderen Touristen bieten.

Neben den Reisterrassen von Banaue gibt es noch unzählige weitere, dem Tourismus unbekannte Reisterrassen. Sie liegen verstreut in der gesamten Kordillera. Der wichtige Unterschied ist die Bauart der Terrassen. Die Reisterrassen von Banaue sind mit Erdwällen gebaut. Die anderen mit Steinwällen sind steiler abgesetzt und werden von vielen Besuchern meist als schöner empfunden. Wir besuchen mit unseren Gästen diese Art von Reisterrassen. Sie liegen rund um die Städte Sagada und Bontoc, die Sie bei der Gelegenheit auf unserer Tour kennenlernen werden. Sagada ist dabei voller Kultur und Natur.

Reiseterrassen von Sagada und Bontoc

Da ist zum einen die Sumaguing Höhle. Natürliche Steinformationen unter der Erde können von Besuchern hautnah erlebt werden. Hautnah ist in diesem Fall wortwörtlich zu nehmen. Die Schuhe werden zur Höhlenwanderung ausgezogen und Ihre Kleidung wird schmutzig und nass. Sie krachseln mit unserem Guide in die Tiefe der Höhle und werden überrascht sein, was dort unten so verborgen liegt. Sind Sie auf der Suche nach Abenteuer ist das genau Ihr Ding.

Kulturell geht es weiter zu den hängenden Särgen der Begräbnishöhle und denen im Echo Valley. Die besondere Art der Bestattung wird Ihnen hier näher gebracht und bei einem Spaziergang durch das alte Dorf von Sagada bekommen Sie einen Einblick in die alten Traditionen der Igorot. Unser Guide ist hier geboren und aufgewachsen und kennt seinen Stamm wie seine Westentasche. Nach dem Rundgang werden gewisse keine Fragen mehr offen bleiben.

Hängende Särge, Sagada, Luzon

Hängende Särge im „Echo Valley“, Sagada

Am späten Nachmittag werden Sie zufrieden Ihre Freizeit genießen können. Entweder schlendern Sie ein wenig durch die Straßen Sagadas, lassen sich ein leckeres Abendessen in einem der Restaurants schmecken, erfreuen sich an den angenehm kühlen Temperaturen, aufgrund der Höhenlage von Sagada oder Ihnen ist es doch schon wieder zu kalt, dass Sie am Lagerfeuer ihren ereignisreichen Tag Revue passieren lassen. Egal, für was Sie sich entscheiden oder, ob sie alles machen, freuen Sie sich an der entspannten Atmosphäre, die Sie dabei erleben. In den letzten Jahren kamen vermehrt Besucher aus Manila und machten Sagada zu ihrer Partyhochburg.

Positiv überrascht wurden wir bei unserer ersten Rundreise für diese Saison, denn Sagada war so wie wir es kennen und lieben gelernt hatten – ruhig und ausgeglichen. Nach Gesprächen mit Einwohnern können wir Ihnen besten Gewissens sagen, Sagada hat seinen Charme zurück. Die „party people“ sind abgezogen. So sehr wir uns auch darüber freuen, uns zieht es weiter auf unserer Tour. Und zwar zu weiteren Reisterrassen, die wir kombinieren mit dem Besuch des Igorot Museums in Bontoc. Dort erfahren Sie Geschichte, Kultur, Brauchtum und Tradition mit Fund- und Ausstellungsstücken, beeindruckenden Zeichnungen und Bildern sowie Nachbauten der damaligen Häuser in Originalgröße im dazugehörigen Museumsgarten.

Kleine "rice terrasses" in Bontoc, Luzon

Sie sehen die ursprünglichen Arbeitsgeräte der Ernte, Waffen der Jagd, Küchenutensilien, Kostüme und Schmuckstücke. Sie verlieren den Glauben über Fotos von Kopfgeldjägern, deren Überzeugung es war durch die Köpfung ihrer Opfer die Kraft des Getöteten zu erhalten. Denn kaum vorstellbar, dass das noch nicht einmal 100 Jahre zurückliegt. Viele weitere Bilder bringen Sie ins Staunen mit beeindruckenden Momentaufnahmen von Menschen und Natur. Zum Abschluss des Museumsbesuches haben Sie die Möglichkeit im Souvenirshop exklusive Andenken zu kaufen.

Wir zeigen Ihnen auf unserer Rundreise also Reisterrassen, Sagada und das Igorot Museum und dabei wissen wir nicht, welche Reisanbauphasen Sie zu sehen bekommen, wie viele Arbeiter gerade auf dem Feld sind, ob durch starke Regenfälle die Höhlenwanderung in Sagada besonders nass wird oder, ob der Mangosaft im Restaurant heute aus ist. Diese kleinen Überraschungen gehören zu einer Tour bei uns einfach dazu. Wichtig aber ist, die Fahrt durch die Kordillera ist ein unglaublich lohnenswertes Erlebnis.

Anja ist kürzlich abgereist und durfte Sagada, das Igorot Museum und verschiedene Reisterrassen ohne viel Theater mit uns erkunden. Fragen wir sie doch einfach mal, wie sie ihre Reise empfand.

Anja, du hast im Zusammenhang deines Philippinen Aufenthaltes ein bestimmtes Zeitfenster für eine Erkundung von Nord-Luzon zur Verfügung gehabt. In deiner Anfrage bei PhilStep, was in diesem Zeitraum möglich wäre, warst du relativ offen für Anregungen, doch die Reisterrassen von Banaue sollten eingebunden werden. Warum?

Ich habe mich im Vorfeld meiner Reise über die Besonderheiten und Highlights der Philippinen informiert. Ich bereise gerne immer wieder neue Länder und kehre selten zurück. Somit war es mir wichtig die Reisterrassen von Banaue zu erleben. Sie zählen laut Berichten und Reiseführern zu den Dingen, die man auf den Philippinen gesehen haben muss. Als Fremder kennt man keine besseren Alternativen, da richtet man sich nach den Medien.

Aber in deinem Tourenangebot waren die Reisterrassen von Banaue gar nicht drin. Was hat dich trotzdem überzeugt, deine Nord Luzon Rundreise mit PhilStep zu machen?

Ich fand den Hinweis von Stephan durchaus überzeugend, dass es noch viele weitere Reisterrassen gibt, wo überhaupt keine Touristen auftauchen und war dankbar für seinen Vorschlag die Reisterrassen in der Nähe von Sagada zu erkunden, so hatte ich zudem die Möglichkeit des Kennenlernens einer Bergstadt. Schon bei Ankunft in Sagada, bei einer Tasse Kaffee und ich würde sagen, den besten Kuchen der Kordillera, spürte ich das Flair.

Im Großen und Ganzen, ist das ja auch der Grund, warum ich bei PhilStep angefragt habe. Ich hatte ein bestimmtes Zeitfenster, indem ich was Besonderes erleben wollte. Individuell für mich entstand das Tourenprogramm, an dem ich auch nie zweifelte. Im E-Mail Kontakt mit Stephan merkte ich schnell, der Typ kennt sich aus in seinem Fach. Ich habe auf seine Erfahrungen vertraut und wurde nicht enttäuscht.

Anja war mit Leny und Stephan von PhilStep unterwegs

Anja war mit Leny und Stephan von PhilStep unterwegs

Was hat dir besonders gefallen?

Ich war keine Nummer, kein Gast von vielen. Ich war sozusagen mittendrin statt nur dabei. Die Tour, die mir rund um die Reisterrassen zusammengestellt wurde mit Sagada und dem Igorot Museum, war für mich einmalig, auch dank Fabian. Das war mein persönlicher Guide in Sagada und er half mir die Welt der Einheimischen zu verstehen. Man konnte ihm regelrecht den Stolz anmerken, mit dem er über sein Volk sprach. Und das in einem super Englisch, was da oben nicht selbstverständlich ist, habe ich mir sagen lassen. Wenn ich trotzdem etwas nicht verstand, wurde es von PhilStep übersetzt. Ich hatte auf jedenfall nicht das Gefühl zu einer Routine zu gehören. Fabian hatte Spaß an seiner Arbeit.

Naja, und bei den Reisterrassen wurde mir wirklich nicht zu viel versprochen. Ich hatte super Ausblicke. Ganz besonders in Erinnerung werden mir hier die Reisterrassen bleiben, wo die verschiedenen Reisanbaustufen zu erkennen waren und zudem auch noch tatkräftig darin gearbeitet wurden oder die anderen, die die Enttäuschung über das unangenehme Wetter wieder wettmachten. Nach einer kleinen Wanderung durch etwas Regen und Wind wurde ich beschenkt mit einem unglaublich schönen Anblick. Den Moment, in dem Stephan zum „Carabao-Flüsterer“ wurde, werde ich sowieso nie vergessen. (Anja schmunzelt)

[Zur Erklärung: Ein Carabao (philippinischer Wasserbüffel) versperrte uns den Weg zu einem Aussichtspunkt. Nach einfühlsamen Einreden von Stephan auf den Carabao ließ uns der dann vorbei. Hier auch noch mal wichtig zu erwähnen: Der Wasserbüffel wurde nicht trainiert und für diesen Auftritt engagiert. Mit PhilStep passiert das Unvorhersehbare.]

Gewaltiger Carabao in Luzon, Nordphilippinen

Nach den Erfahrungen, die du nun mit PhilStep gemacht hast, könntest du dir diese Tour in einer größeren Gruppe vorstellen?

Nein, absolut nicht. Ich stelle mir gerade die Höhlenwanderung mit vielen Leuten vor, das würde ja ewig dauern bei den Bedingungen, die dort herrschen. Außerdem müssen Kompromisse gefunden werden, um jedem irgendwie gerecht zu werden. Und dann besteht noch das Risiko, Mitreisende zu haben, die einem unsympathisch sind. Das ist ja menschlich, dass es mal nicht passt. Alles sind Faktoren, die so eine Tour zum Kippen bringen können. Im Urlaub, der bekanntlich schönsten Zeit des Jahres, sollte man sich darüber keine Gedanken machen müssen. Bei PhilStep musste ich das auch nicht.

Möchtest du noch abschließend etwas loswerden?

Für mich war es die perfekte Mischung aus unkomplizierter Organisation und einwandfreier Durchführung. Trotz Planung waren wir immer flexibel. Ich denke, das ist auch wichtig. Man kann nicht alles bis ins letzte Detail vorher wissen. Die spontanen und unvorhersehbaren Momente will ich absolut nicht missen.
Danke PhilStep.

Vielen Dank, Anja, für deine Zeit und das Interview.

Wer nun Lust auf eine Reise mit PhilStep bekommen hat, findet auf www.philstep.de weitere Informationen. Wir können auf Anfrage auch gerne eine Rundreise basteln, bei der wir eine Nordluzon-Tour von Stephan und seinem Team mit einbauen. Bei Interesse gerne einfach unser Kontaktformular ausfüllen oder direkt eine E-Mail an info@philippinen-tours.de schicken.

Der Text stammt von Katja Horstmann und Stephan von PhilStep. Die Bilder stammen von Katja.

Mit PhilStep nach Sagada und mal nicht zu den Reisterrassen von Banaue: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 5,00 von 5 Punkten, basieren auf 2 abgegebenen Stimmen.
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