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Es ist ratsam, sich bei Reisen in die Tropen in besonderer Weise durch medizinische Vorsorge einzustellen. Dabei ist es nicht notwendig, sein Reisegepäck zur Hälfte mit überflüssigen Arzneien zu überladen, sondern wichtige präventive Maßnahmen zu treffen. Hier sind einige dieser Maßnahmen zusammengefasst, die sich aus unserer Sicht mit nunmehr 35 Jahren Reiseerfahrung in die Tropen bewährt haben. Es sei schon an dieser Stelle bemerkt, dass die folgende Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Wichtige Impfungen bei Reisen in die Tropen

Philippinischer Regenwald

Philippinischer Tropenwald

Tetanus- und Hepatitis-Impfungen sind in dieser Betrachtung ein absolutes Muss und sollen hier nicht weiter begründet werden. Dafür ist der Hausarzt zuständig. Wir haben hautnah miterlebt, wie schwer der Krankheitsverlauf einer Gelbsucht sein kann.

Bei vorbeugenden Maßnahmen gegen Malaria wird es schon schwieriger. Malaria-Prophylaxe ist bekannt für mögliche Nebenwirkungen. Auch hier ist auf jeden Fall der Arzt zu befragen. Letztendlich wird die Entscheidung für oder wider eine Malaria-Prophylaxe vom Grad der Malaria-Gefährdung des Reisegebietes abhängig zu machen sein. Ein guter Hausarzt hat gewöhnlich die entsprechende Literatur zur Hand, die malariagefährdete Gebiete ausweist.

Es ist nicht davon auszugehen, dass im Zielgebiet einer Tropenreise überall gutes Trinkwasser zur Verfügung steht. Bakteriell belastetes Trinkwasser, Obst und Gemüse sind oftmals aber die Ursache für Durchfallerkrankungen. Die durch Erkrankungen in Magen und Darm hervorgerufenen, unangenehmen Umstände halten oft Tage, ja Wochen an, ohne dass Besserung eintritt. Es gibt jedoch hilfreiche und bekannte ‚Mittelchen‘, die zumindest vorübergehend Linderung verschaffen. Hier wäre es angebracht, sich schon vor Reiseantritt entsprechend einzudecken.

Genießen Sie den Wasserfall und schützen Sie sich vor den Mücken

Genießen Sie den Wasserfall und schützen Sie sich vor den Mücken

Vorbeugende Maßnahmen gegen Mückenstiche

Eines der unangenehmsten Übel in Tropengebieten sind Stechmücken, die ja bekanntlich auch für die Übertragung von Malaria verantwortlich sind. Auch für diese „Plagegeister“ gibt es gute Mittel zur Vorsorge, die es in den Reisegebieten der Wahl möglicherweise nicht so einfach zu kaufen gibt und wenn, dann zu hohen Preisen. In unserem Reisegepäck sind diese Mittel (zum Einreiben) immer fester Bestandteil. Sie helfen wirklich, wenn auch ihre Wirkung zeitlich auf 2 bis 4 Stunden begrenzt bleibt.

Lange Schutzdauer mit Mückenschutzsprays

Mückenschutzsprays haben da schon eine längere Schutzdauer. Wirklich guten Schutz bieten laut Stiftung Warentest nur Sprays mit den Wirkstoffen Diethyltoluamid, kurz DEET genannt, und Icaridin. Ihre Wirkung besteht darin, dass sie durch ihren Geruch Insekten wie die südliche Hausmücke, Gelbfieber- und Malariamücken vertreiben. Das treibt sensiblen Menschen schon mal Tränen in die Augen, Schutz ist jedoch für bis zu 6 Stunden gegen Mückenstiche und bis zu 4 Stunden gegen Zecken gewährleistet.

Mit „Sehr gut“ hat das „Anti-Brumm-Naturel*“ laut Stiftung Warentest abgeschnitten. In Apotheken erhält man es schon für rund 15 Euro. Ebenfalls gut bewertet ist das Nobite Hautspray mit seinem 50%igen Wirkstoff DEET. Dieses Spray erhält man bereits für circa 13 Euro. Wichtig ist es, das Spray nach dem Baden erneut aufzutragen. Kinder unter drei Monaten dürfen die Sprays nicht benutzen.


Anti Brumm Naturel Pumpspray, 150 ml

Mückenstichen mit Kleidung vorbeugen

Bei Reisen in den Tropen sollte helle, möglichst dichtgewebte Kleidung getragen werden, da Mücken dunkle Farben bevorzugen. Lange Ärmel bieten nicht nur vergrößerten Schutz vor der Sonne, sondern auch vor Mückenstichen. Als weitere Schutzmaßnahme unter Reisenden gelten Zip-Off-Hosen. Allerdings ist es in den Tropen oft zu heiß, um sie tragen zu können.

Schutzmaßnahmen beim Essen und Schlafen

Wer allergisch auf Mückensprays reagiert, kann auf sogenannte Mückentennisschläger oder elektrische Fliegenklatschen zurückgreifen. Sobald Mücken mit ihnen in Berührung kommen, werden sie von Stromschlägen vernichtet. Die elektrische Spannung (Volt) ist aber so gering, dass keine Gefahr für Kinder oder Haustiere besteht. Gleichzeitig werden aber größere Insekten nicht vernichtet und sehr kleine können entwischen.

Besonders störend sind Mücken in der Nacht. Feinmaschige (max. 1 Quadratmillimeter Maschenweite) Moskitonetze schaffen Abhilfe: Diese sind leicht und platzsparend im Gepäck zu verstauen und können jederzeit über dem Bett befestigt und wieder abgenommen werden. Die meisten Hotels und Unterkünfte in den Tropen haben Haken über dem Bett angebracht, damit Gäste die Netze daran anhängen können. Sollte es keine Haken geben, könne die Netze mit einem leichten, aber robusten Gummiband an einer Türklinke oder Fenstergriff angebracht werden. Diese sollten dann nicht zu weit vom Bett entfernt sein. So steht einem erholsamen Schlaf kein Summen und Brummen mehr im Weg.

Eine kleine Tasche mit Materialien, die in jedem handelsüblichen Verbandskasten Platz finden, sollte auch ins Reisegepäck passen. Mit enthalten sollten sein: „Eine kleine Schere (die auch schneidet), Wundpflaster, ein Paar Mullbinden, entzündungshemmende Salbe oder Tinktur, eine universelle Hautsalbe und ein Paar Sicherheitsnadeln“.

Mit den hier genannten Maßnahmen sind bereits sehr wichtige Schritte zur Vorbeugung von gesundheitlichen Problemen in tropischen Gebieten eingeleitet.

Bitte beachten Sie: Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine medizinische oder gesundheitliche Beratung, deshalb empfehlen wir in Sachen Impfung und gesundheitliche Schutzvorkehrungen für Asien, zusätzlich einen ärztlichen Rat einzuholen.

Text: Holzwaeller und Christina. [Dieser Artikel wurde ursprünglich am 01.08.2009 verfasst und zuletzt am 25.08.16 aktualisiert.]