Guimaras – die Mangoinsel

Mangos here, Mangos there, Mangos everywhere. Dass die süßesten Mangos aus Guimaras kommen, weiß auf den Philippinen jedermann. 50 000 Mangobäume machen die Insel zu einem der größten Produzenten der Philippinen. Schon allein, um den Mangowahnsinn mit eigenen Augen gesehen zu haben, lohnt sich ein Besuch von Guimaras (gesprochen: Gimarras). Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulinarisch dreht sich hier alles um die Mango: Mangoshake, Mangofloat und sogar Mangopizza. Zum jährlichen Mangofestival „Manggahan“ gibt es Mangoauszeichnungen, Mangoprinzessinnen und Mango – all you can eat.

Mangos auf Guimaras Island

Mangobäume gibt es auf Guimaras in Hülle und Fülle

Besucht man Guimaras, könnte man den Eindruck bekommen, dass es die Mango im Überfluss gibt. Außerhalb der Erntezeit allerdings ist die Mango keinesfalls billig. Jede Frucht muss von Hand einzeln mit einem Netz vor dem Eindringen von Schädlingen geschützt werden und auch die Ernte der empfindlichen Goldfrüchte muss äußerst vorsichtig vonstatten gehen.

Außer zur Mangoproduktion diente die Insel in den letzten Jahrzehnte vor allem den Ilongos als Wochenendstrand, denn die große Stadt Iloilo City ist nur 15 Minuten mit dem Boot entfernt und die Mangoinsel hat eindeutig die schöneren Strände. Langsam aber erwacht Guimaras aus seinem Dornröschenschlaf und öffnet sich mehr und mehr auch für internationale Besucher. Direkt am Hafen (Jordan) hat eine Touristen-Information eröffnet, in der zuverlässig Übernachtungs- und Transportmöglichkeiten erfragt werden können. Zum Übernachten bieten sich vor allem die zahlreichen Resorts an, aber auch Hotels und Campingplätze gibt es.

Guimaras Island

  • befindet sich in den westlichen Visayas
  • gehört zu den kleinsten Provinzen des Landes mit dem Hauptort Jordan
  • gehört zur Metro Iloilo-Guimaras
  • wird von weniger als 200000 Insulanern bewohnt
  • ist vor allem bekannt für die Mangoproduktion

Nueva Valencia

Hauptanziehungspunkt der Guimaras-Touristen ist die Region Nueva Valencia – was wohl vor allem am glasklaren Wasser liegt. Der Protagonist der Strände ist der Alubihod Beach. Ein kleines Fischerdorf hat sich hier ganz auf den Tourismus eingestellt. Eine Reihe von Bankas bietet Islandhoppingtouren zu erstaunlich günstigen Preisen (500PHP/6Personen) an. Diese Rundfahrten sind nicht zu Unrecht sehr beliebt sowohl bei den Einheimischen als auch bei den Touristen. Von einen Korallenriff fährt man zum nächsten Inselchen, von dort zur Piratenhöhle und dann weiter zum Klippenspringen. Die Crew fährt immer genau dann los, wenn die Gäste fertiggeschnorchelt und sich an den Schönheiten satt gesehen haben und wieder weiter wollen.

Es gibt am Alubihod Beach mehrere Resorts verschiedener Preisklassen, jede Menge Fisch und fast ebenso viele Besucher. Die Philippinos stören sich wenig am Miteinander, zuweilen (am Wochenende) kann es hier aber durchaus zu voll werden. Eine gute Alternative ist an solchen Tagen das neben Alubihod gelegene Resort der J.B. Lacson Stiftung.

An mehreren kleineren Stränden findet man hier leicht ein ruhiges Plätzchen, denn das Resort kostet ein paar Pesos mehr Eintritt als sein populärer Nachbarstrand. Dafür gibt es dann für Mutige auch die Mangrovenwälder auf langen Bambusstegen zu erkunden, während die weniger Mutigen im Schmetterlingsgarten warten können.

Die Konzentration auf Alubihod Beach ist also völlig unnötig. Es gibt genügend Alternativen. Eine weiterere ist in der Nähe der alten Leuchtturmanlagen (Vorsicht – gute Aussicht vom alten rostigen Turmgerippe!): der Guisi-Beach – auch mit Resorts, Hotels und wunderbar klarem Wasser.

Tatlong Pulo

Wer es richtig abgelegen mag, dem sei Talong Pulo („drei Inseln“)empfohlenen. Drei Inselchen liegen dem goldenem Strand vorgelagert. Nur ein paar kleine Bambushüttchen, Reis, Fisch und Kokosnüsse gibt es in diesem traumhaften Idyll. Mehr nicht – mehr braucht es nicht. Kein gekühltes Bier und keine Karaokemaschinen. Wer hier nicht abschalten kann, der kann es nirgendwo.

Tatlong Bulo Beach

Wie eine Einsiedelei: Tatlong Pulo

Um zu den drei Inseln zu kommen fährt man am besten erst nach San Miguel. Dort kann man auf dem Markt noch einmal einkaufen und dann nimmt man ein Tricycle (60PHP) bis zur Küste. Wer direkt vom Hafen nach Tatlong Pulo will, muss sich eventuell etwas durchfragen, nicht jeder Chauffeur kennt den Strand (ca.300PHP).

An- und Abreise

Dreh- und Angelpunkt in Guimaras sind die Häfen. Für den Personenverkehr ist der Hafen in Jordan zuständig. Die Überfahrt nach Guimaras kostet von Iloilo nur schlappe 14 PHP und dauert knappe 20 Minuten, wer die Banka für sich alleine haben will zahlt 500 PHP. Das Moped darf (neuerdings) nur noch mit an Bord, leistet man sich eine Banka für sich allein. Will man sich einen Roller am Hafen in Guimaras mieten, so zahlt man, je nach Verhandlungsgeschick, um die 400 PHP/Tag. Von Jordan aus stehen einem Jeepneys zur Verfügung, aber auch zahlreiche Tricyles und größere Autos mit Chauffeur – Preise können in der Touristen-Information Jordan erfragt werden.

Der Hafen für Gütertransport und Fahrzeuge ist unweit vom Passagierhafen in Buenavista. Der Roro fährt aller zwei Stunden, will man das Auto mitnehmen, sollte man allerdings rechtzeitig (2h vorher) vor Ort sein.

About Heiner Koch

Dr. Heiner Koch lebt derzeit auf Panay und arbeitet u.a. als Dozent in Ilo-Ilo City. Er schreibt nicht nur auf Philippinen Tours sondern berichtet auch auf iloreport über seine Abenteuer. Viele Fotos steuerte Marta G. Revuelta bei.

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