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Zweifellos gehört Davao City zu den schönsten Städten der Philippinen. Allein schon die geografische Lage am erhabenen Mount Apo, dem größten Berg der Philippinen, und am Golf von Davao ist ein starkes Argument für einen Besuch Davaos. In kaum einer anderen Stadt gibt es so viele Grün- und Waldflächen wie in der größten Stadt Mindanaos. Und das nicht nur philippinenweit, sondern weltweit.

Die Bevölkerung besteht aus einem interessanten Mix aus Christen, Muslimen, Chinesen, Japanern, Angehörigen von alten philippinischen Stämmen, indischen Medizin-Studenten und Expats aus aller Herren Länder. Und auch die Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele und Freizeitmöglichkeiten in Davao sind vielseitig und geben so einiges her. Davao City wäre bei Reisenden sicherlich eine der beliebtesten Städte der Philippinen – wären da nicht die zahlreichen Reisewarnungen für die für viele als gefährlich geltende Insel Mindanao.

Drittgrößte Metropole der Philippinen

Davao City, bei Filipinos auch als Dabaw bekannt, beherbergt über 1,5 Millionen Menschen (eventuell sogar schon zwei) und ist, gemessen an der Einwohnerzahl, nach Manila und Cebu die drittgrößte Stadt der Philippinen. Die Fläche der Metropole im Südosten Mindanaos besteht aus sage und schreibe rund 2.500 Quadratkilometern. Flächenmäßig ist Davao City damit eine der größten Städte der Welt.

In Davao wird vor allem Cebuano / Visaya gesprochen. Die ursprünglichen Sprachen und Dialekte Davaos werden nur noch von Minderheiten beherrscht. Die römisch-katholische Konfession stellt mit über 80 Prozent die mit Abstand größte religiöse Anhängerschaft in Davao dar. Rauchen ist an vielen Plätzen strikt verboten. Genauso wie die Verwendung von Feuerwerks- und Knallkörpern.

Riesige Plantagen vor der Stadt

Vor den Toren der Stadt kann man sich ein schönes Bild machen von der ungeheuren Fruchtbarkeit der Region: riesige Bananen-, Kokosnuss- und Ananas-Plantagen sind dort u.a. zu bestaunen. Zudem ist Davao auch für Durian, die Stinkefrucht, und Mangostin bekannt. Wer Früchte liebt, ist in Davao, dem „Home of Durian“, also sehr gut aufgehoben. Fruchtstände und Märkte gibt es hier in Hülle und Fülle.

Durian, die Stinkefrucht, in Davao

Durian, die „Stinkefrucht“ | Foto: pixabay.com | Lizenz: CC0 Public Domain

Geschichte von Davao City

Sehr interessant ist darüber hinaus die Geschichte von Davao City. Anders als in den meisten anderen großen Städten der Philippinen setzte sich der Einfluss der spanischen Kolonialisten erst Mitte des 19. Jahrhunderts durch, nicht schon im 16. oder 17. Jahrhundert.

Vor der Eroberung durch die Spanier 1848 wurde die Stadt von Datu Bago, einem Moro-Oberhaupt, beherrscht. Sein Volk lebte entlang des Davao-Flusses. Als die Spanier einmarschierten, kam es zu einer kriegerischen Auseinandersetzung. Datu Bago zog den Kürzeren, und das Ende des Imperiums der Moro-Oberhäupter in Davao war eingeläutet.

Kichisaburo Ohta

Eine große Besonderheit Davaos ist zudem, dass sich schon lange vor dem Zweiten Weltkrieg sehr viele Japaner in der Stadt aufhielten. Sie waren es auch, die die Agrarwirtschaft in der Region maßgeblich vorantrieben. In dem Zusammenhang ist vor allem der folgende Name interessant: Kichisaburo Ohta. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein intelligenter, aus Japan stammender Entrepreneur, der sehr weite Teile des überaus fruchtbaren Gebietes zu großen Plantagen, insbesondere Abaca- und Kokosnussplantagen, formte.

Kokosnuss-Plantage in Davao (Mindanao)

Kokosnuss-Plantage | Foto: pixabay.com | Lizenz: CC0 Public Domain

Japanische Plantagenarbeiter und Little Japan

Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts, genauer gesagt 1903, ließ Kichisaburo Ohta zahlreiche japanische Feld- und Plantagenarbeiter nach Davao bringen. Dadurch entstand in der Stadt ein kleines Viertel, das den Namen „Little Japan“ erhielt. In Little Japan wurden japanische Schulen errichtet. Zudem gab es japanische Zeitungen, einen Shinto-Schrein und natürlich auch eine japanische Botschaft.

1903 hatten die Amerikaner die Spanier bereits als Kolonialherren der Philippinen abgelöst. Vorherging ein brutaler Krieg zwischen Amerikanern und Filipinos, der als philippinisch-amerikanischer Krieg (1899 – 1902) in die Geschichte einging. Bei diesem Krieg kamen Historikern zufolge rund 20 % Prozent der damaligen philippinischen Bevölkerung ums Leben: mehr als eine Millionen Menschen.

Japanische Besetzung während des Zweiten Weltkriegs

Während des Zweiten Weltkriegs besetzten japanische Truppen Davao. Die Besetzung begann 1941 und endete erst 1945 mit der Befreiung der Stadt durch die amerikanische Armee. Das Stadtgebiet war bei derselben heftigem Artilleriefeuer und gewaltigen Bombenangriffen ausgesetzt: der Großteil der Stadt wurde komplett zerstört.

Starke Einwanderungswelle nach 1945

Nach der Befreiung Davaos kam es zu einer gewaltigen Einwanderungswelle. Tausende Filipinos aus Luzon, den Visayas und anderen Regionen Mindanaos suchten und fanden ihren Weg in die perspektivenreiche Stadt, deren wirtschaftliche Stärke aus der prosperierenden Agrarwirtschaft resultierte. Noch heute ist die Landwirtschaft in und um Davao das ökonomische Zugpferd der Metropole. Der Tourismus hingegen konnte durch die vielen Reisewarnungen für Mindanao noch nicht so recht Fuß fassen.

Straßenkämpfe in den 1980er-Jahren

In den 1980er-Jahren erlangte Davao traurige Berühmtheit durch seine zahlreichen blutigen Guerilla- und Straßenkämpfe zwischen der kommunistischen NPA (National People’s Army) und der philippinischen Regierung. Auch die Drogenproblematik in Davao war zu dieser Zeit nicht gerade gering. Auf offener Straße wurden Menschen erschossen. Erst Rodrigo Duterte, dem derzeitigen philippinischen Haudegen-Präsidenten, gelang es, die Stadt mit seinen eigenen Mitteln und Methoden wieder unter Kontrolle zu bringen.

Bürgermeister Rodrigo Duterte

Von 1988 bis 2010 war Rodrigo Duterte überwiegend Bürgermeister von Davao. Er wäre wahrscheinlich durchgehend „Mayor“ gewesen, der Bürgermeister von Davao kann jedoch nur maximal drei aufeinanderfolgende Wahlperioden im Amt bleiben. Eine Periode beträgt dabei drei Jahre.

Während seiner Amtszeit als Bürgermeister von Davao ging Rodrigo Duterte knallhart gegen jede Art von Verbrecher vor. Es ist ein offenes Geheimnis, dass er dabei „Death Squads“ (Todesschwadronen) eingesetzt hat. Auch hat er dafür gesorgt, durch sehr strenge Sicherheitskontrollen für ein Mehr an Sicherheit zu sorgen. Mit diesem Vorgehen gewann er den Rückhalt der meisten Bewohner Davaos.

Heute ist Rodrigos Tochter Sara Duterte-Carpio Bürgermeisterin von Davao. Auch sie setzt auf eine starke Präsenz von Polizei, Militär, Sicherheits- und Wachpersonal, um Terroranschläge von Islamisten und kommunistischen Anhängern der National People’s Army zu vereiteln.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in Davao

Wer Davao City einen Besuch abstattet, dem wird diese starke Präsenz an Sicherheitskräften sicher auffallen. Auffallen wird ihm allerdings auch, dass die Stadt einige schöne Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele zu bieten hat.

Eden Nature Park & Resort

Eines der schönsten Ausflugsziele in Davao ist das am Mount Talomo gelegene, 80 Hektar große Eden Nature Park & Resort. Wer dem urbanen Treiben für eine gewisse Zeit entfliehen möchte, ist hier richtig aufgehoben. Das Resort bietet eine Vielzahl verschiedener Attraktionen, Freizeitaktivitäten und Abenteuer an. Die Eintrittsgebühren und Preise halten sich dabei in einem erträglichen Rahmen.

Guided Shuttle Tour

Zum Kennenlernen des Naturparks bietet sich eine geführte Shuttle Tour an, bei der man diverse Blumen- und Gemüsebeete, Mangostin-Plantagen, einen sehr gut gepflegten Flower Garden, Lola’s Garden mit einer tollen Aussicht auf Davao City, Mayumi’s Wishing Well und viele weitere natürliche Sehenswürdigkeiten in Augenschein nehmen kann.

Der schöne Mayumi’s Wishing Well im Eden Nature Park & Resort in Davao

Mayumi’s Wishing Well im Eden Nature Park & Resort in Davao

Rope Gliding, Skyriding, Skycycling und mehr

Für diejenigen, die sich wie Indiana Jones fühlen möchten, wird Rope Gliding angeboten. Passionierte Angler können im Fishing Village auf Tilapia-Fang gehen. Auch Skyriding, Skycycling, Skyswinging & Horseback Riding ist auf dem gewaltigen Gelände des Eden Nature Park & Resorts möglich.

Krista auf einem Pferd: Horseback Riding im Eden Nature Park & Resort

Horseback Riding im Eden Nature Park & Resort

Das Eden Nature Park & Resort gibt so viel her, dass es durchaus sinnvoll ist, sich für eine oder mehrere Nächte hier einzuquartieren. Das umso mehr, da es für alle Aktivitäten bestimmte Öffnungszeiten gibt, die bei vielen angebotenen 6- bis 8-stündigen Davao City Sightseeing-Touren nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Philippine Eagle Center

Eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit in Davao ist das Philippine Eagle Center. Wer das beeindruckend große philippinische Nationaltier, den Philippinischen Eagle, sehen möchte, kommt nicht daran vorbei, hier mal vorbeizuschauen. Der schöne Vogelpark stellt nicht nur den Philippinischen Adler vor, sondern auch einige andere Vertreter der philippinischen Vogelwelt.

Philippine Eagle im Philippine Eagle Center in Davao

The Philippine Eagle | Foto: shankar s. / Flickr | Lizenz: CC BY 2.0

Ebenfalls zu sehen sind Tiere wie Affen und Krokodile. Das Philippine Eagle Center ist grundsätzlich als eine Art Hilfsprojekt für die bedrohte Adlerart zu sehen. Auf Grund fehlender Sponsorengelder sind die Käfige und Volieren aber leider teilweise zu klein.

D‘ Bone Collector Museum

Ein schönes Ausflugsziel ist darüber hinaus das D‘ Bone Collector Museum. Mit über 700 Exemplaren hat dieses Museum die größte Sammlung an Knochen und Skeletten im ganzen Land. Nicht nur können Besucher Skelette und Knochen von Tieren sehen, die im tropischen Regenwald beheimatet sind. Auch imposante Skelette von Meerestieren werden hier ausgestellt.

Samal Island

Wer lieber am Strand relaxen möchte, anstatt Skelette und Knochen zu begutachten, hat die Möglichkeit, einen Abstecher nach Samal Island zu machen. Hier gibt es nämlich eine Vielzahl schöner weißer Strände und exklusiver Resorts. Eines dieser Resorts ist das mit fünf Sternen ausgezeichnete Pearl Farm Beach Resort. Nicht unerwähnt bleiben sollte in diesem Kontext allerdings, dass das Auswärtige Amt momentan vor Reisen nach Samal Island warnt, da es hier in der Vergangenheit zu Entführungen von Touristen gekommen ist.

Cottages des Pearl Farm Beach Resort auf Samal Island nahe Davao City

Das Pearl Farm Beach Resort auf Samal Island

Weitere Ausflugsziele in Davao City

Neben den genannten gibt es natürlich noch viele weitere schöne Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in Davao. Beispielsweise ist der Japanese Tunnel durchaus einen Besuch wert, um sich ein genaueres Bild von dem Tunnelsystem der Japaner während der Besetzung Davaos (1941 – 1945) zu machen. Darüber hinaus wartet Davao City mit dem Malagos Garden Resort, dem People’s Park, dem Crocodile Park und einer Vielzahl von Shopping Malls wie der Abreeza Mall auf.

Restaurants in Davao City

Wer in Davao City gut essen möchte, hat ebenfalls eine tolle Auswahl. Von gehobener Küche über Carenderias und Imbissbuden bis hin zu Fast-Food-Restaurants: in Davao wird sicher jeder fündig. Bewohner der Metropole im Südosten Mindanaos gehen gern in Restaurants wie das Jack’s Ridge Restaurant oder das Vista View Restaurant. Diese Restaurants bieten nicht nur gutes Essen, sondern auch einen wunderschönen Blick auf Davao.

Alles in allem ist Davao City eine wunderschöne Stadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, Ausflugszielen, Restaurants und Freizeitmöglichkeiten. Wäre die Situation in Mindanao stabiler und sicherer, wäre Davao City touristisch gesehen sicherlich eine der wichtigsten Städte der Philippinen. Zumal von Manila und Cebu täglich mehrere Inlandsflüge nach Davao gehen.

 

Davao City – Geschichte, Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele der größten Stadt Mindanaos: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 5,00 von 5 Punkten, basieren auf 4 abgegebenen Stimmen.
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