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Genau wie die Reisterrassen in Banaue gehören die Chocolate Hills auf der Ferieninsel Bohol zu den wichtigsten und bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Philippinen. Wer diese erstaunlich einheitlich geformten „Schokoladenhügel“ schon einmal zu Gesicht bekommen hat, weiß, dass sie zu den schönsten geologischen Formationen gehören, die es nicht nur auf den Philippinen, sondern weltweit gibt.

Die einzigartigen, verblüffend symmetrisch geformten Chocolate Hills auf der philippinischen Ferieninsel Bohol

Die verblüffend einheitlich geformten Chocolate Hills auf Bohol

Ausflugsziel Nummer 1 auf Bohol: die Chocolate Hills

Im Zentrum von Bohol gelegen, verstreut über ein Gebiet von circa 50 Quadratkilometern, ziehen die Chocolate Hills jedes Jahr eine Vielzahl von Philippinen-Reisenden an. Und das vollkommen zu recht! Denn die über 1.250 Schokoladenhügel, die während der Regenzeit mit verschiedensten Gräsern, Farnen und Zuckerrohrarten bewachsen sind und sich in den heißen Sommermonaten durch die Austrocknung derselben braun färben, sind in dieser großen Anhäufung eine weltweit einzigartige Naturformation. Manche Geologen sprechen sogar von über 1.750 halbkugel- bzw. halbkegelförmigen Erhebungen auf Bohol.

Bohols einzigartige Chocolate Hills aus der Vogelperspektive

Chocolate Hills aus der Vogelperspektive

Teilweise über 100 Meter hohe Schokoladenhügel

Egal, ob in der Regenzeit in Grün oder in der Sommerzeit in Schokobraun: die Chocolate Hills sind immer eine Reise wert und stehen selbstverständlich auch auf der offiziellen Philippine Tourism Authority’s List. Das bedeutet im Prinzip, dass Philippinen-Fans mindestens einmal die Chocolate Hills gesehen haben sollten. Die meisten Erhebungen sind zwischen 30 bis 50 Meter hoch. Es gibt aber auch Hügel, die über 100 Meter emporragen. Der höchste Chocolate Hill erreicht eine Höhe von rund 120 Metern.

Chocolate Hills in Carmen, Sagbayan und Batuan

Eine hohe Konzentration der Chocolate Hills finden Reisende in den Gemeinden Carmen, Sagbayan und Batuan. Die höchste Anhäufung gibt es dabei in Carmen, weshalb die dortige auf einem Schokoladenhügel errichtete Aussichtsplattform auch die meistbesuchte ist. In Carmen kann man, nachdem man 214 Stufen erklommen hat, die an überdimensionierte Maulwurfshügel erinnernden Chocolate Hills besonders gut bestaunen. Der Eintritt kostet pro Kopf lediglich 50 PHP.

Interessant für Abenteuerlustige: in Carmen gibt es auch Anbieter für ATV und Buggy Rides. Wer also die Chocolate Hills auf einem Quad erleben möchte, kann das gerne tun!

Ursprung der Chocolate Hills auf Bohol

Geologen und Wissenschafter zerbrechen sich schon seit Längerem den Kopf über die Entstehung der Chocolate Hills. Eine von allen Geologen anerkannte, eindeutige Erklärung gibt es prinzipiell nicht, sondern nur plausible (und weniger plausible) Hypothesen und Theorien.

Die einfachsten Erklärungsversuche basieren grundsätzlich darauf, dass die Chocolate Hills inbesondere durch Kalksteinverwitterungen, Vulkanismus und plattentektonisch bedingte Hebungen des Meeresbodens entstanden sind.

Vulkanausbruch-Theorie zur Entstehung

Eine der kursierenden Theorien besagt, dass der Ursprung der Chocolate Hills in einem gewaltigen Vulkanausbruch begründet liegt, bei dem ein vor Urzeiten aktiver Feuerberg gigantische Steinklötze ausspie. Durch terrestrische Bewegungen wurden die erst im Wasser liegenden Steinblöcke schließlich nach oben aus dem Meer gehoben. Ihre verblüffend symmetrische Form erhielten die Chocolate Hills laut dieser Theorie insbesondere durch den Einfluss von Ebbe und Flut.

Theorie auf der Bronzetafel in Carmen

Eine Bronzetafel, die auf der Aussichtsplattform in der Gemeinde Carmen zu finden ist, geht von einer komplett anderen, wohl plausibleren Theorie aus: laut dieser sollen die Chocolate Hills vor Urzeiten Korallenriffe gewesen sein, die durch eine gewaltige tektonische Bewegung aus dem Ozean gehoben worden sind. Regen, Wind und Erosion gaben den Schokoladenhügeln schließlich ihre einzigartige, heute so bewundernswerte Form.

Auf der Bronzetafel heißt es:

„The unique land form known as the Chocolate Hills of Bohol was formed ages ago by the uplift of coral deposits and the action of rain water and erosion.“

Und weiter:

„The grassy hills were once coral reefs that erupted from the sea in a massive geologic shift. Wind and water put on the finishing touches over hundreds of thousands of years.“

Legenden zur Entstehung der Chocolate Hills

Dort, wo die Wissenschaft keine zu 100% eindeutige Erklärung bieten kann, halten sich natürlich auch einige Legenden und Mythen zur Entstehung der Chocolate Hills (vor allem bei abergläubischen Boholanern). Eine gängige Legende besagt, dass die Chocolate Hills früher ein Schlachtfeld zweier Riesen gewesen sein sollen, die sich über mehrere Tage mit riesigen Steinklötzen bekriegt hätten. Als nach tagelangem Kampf immer noch kein Sieger feststand, schlossen die beiden Riesen völlig erschöpft Freundschaft und verließen Bohol – natürlich ohne ihr Schlachtfeld vor ihrer Abreise aufgeräumt zu haben.

Arogo und Aloya

Ein weiterer Mythos erzählt die romantische Geschichte vom Riesen Arogo und der sterblichen Häuptlingstochter Aloya. In diese verliebte sich Arogo Hals über Kopf. Doch als sie starb, brach des Riesen Herz und Arogo vergoss bittere Tränen. Seine riesigen Tränen, die zur Hälfte im Boden feststeckten, wurden zu Hügeln und bilden heute – zeugend von der großen Trauer Arogos – die Chocolate Hills.

Dano und Eng

Weiterhin ist die Legende von Dano und Eng bekannt: Dano, ein fetter Riese, verschlang alles, was er in die Finger bekam. Als er in der Ebene, in der sich heute die Chocolate Hills befinden, die bezaubernde junge Frau Eng sah und sich in sie verliebte, beschloss er, massiv Gewicht zu verlieren: er schied alles aus, was er zuvor verschlungen hatte. Seine Ausscheidungen bedeckten schließlich die gesamte Ebene. Durch seinen krassen Gewichtsverlust erlangte Dano letzten Endes die Aufmerksamkeit Engs.

Ausscheidungen eines Riesen-Carabaos

Ein vierter Mythos erzählt von einem Riesen-Carabao, welches ein Dorf heimsuchte und alle Pflanzen und Früchte der Gemeinde auffraß. Die Dorfbewohner rächten sich, indem sie verdorbene Speisen zusammenklaubten und dem Wasserbüffel zum Fressen gaben. Das Ungetier bekam Durchfall vom verdorbenen Essen, und schied alles aus, was in seinem Magen war. Die Ausscheidungen trockneten und bilden heute die Chocolate Hills.

Neben diesen Legenden gibt es noch viele weitere zur Entstehung der Chocolate Hills. Um den Rahmen dieses Beitrags nicht zu sprengen, belassen wir es aber mal bei diesen vier Mythen.

Anreise: Wie gelange ich zu den Chocolate Hills?

Die meisten Philippinen-Reisenden, die die Chocolate Hills besuchen möchten, machen auf der zu Bohol gehörenden Ferieninsel Panglao Urlaub und buchen dann eine mehrstündige Sightseeing-Tour, die auch als Bohol Countryside Tour bekannt ist. Bei dieser Tour werden – beginnend im entsprechenden Resort auf Panglao Island – die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angefahren. Dazu gehören: Blood Compact, Baclayon Church, Tarsier Sanctuary (meist in Bilar), Loboc River mit Floßfahrt, Man-made Forrest, Butterfly Farm, Chocolate-Hills-Aussichtsplattform in Carmen und Hanging Bridges in Sevilla.

Immer mehr Reisende finden allerdings auch ihren Weg in die schöne Region Anda im Osten von Bohol. Auch von dort aus kann die Bohol Countryside Tour gebucht werden. Die Kosten für eine Privattour für zwei Personen belaufen sich, je nach Anbieter, auf ca. 5.000 – 6.000 PHP – dabei spielt es eher eine untergeordnete Rolle, ob die Tour in Panglao oder in Anda startet.

Nur die Chocolate Hills zu besuchen, wäre theoretisch möglich. Besser ist allerdings, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bohols an einem Tag anzufahren, zumal die Fahrtzeit zu den einzigartigen Schokoladenhügeln sowohl von Panglao als auch von Anda aus ca. 90 – 120 Minuten beträgt. Nicht nur die Chocolate Hills sind ein echtes Highlight auf Bohol, sondern auch die Tarsiere (kleinsten Affen der Welt) und die Floßfahrt auf dem Loboc River.

Bohol Countryside Tour von Philippinen Tours

Auch über Philippinen Tours können Interessierte im Rahmen einer Rundreise natürlich eine Bohol Countryside Tour buchen. Anders als bei vielen anderen Anbietern ist bei unseren eigenen, in Panglao beginnenden Touren neben dem Fahrer auch ein persönlicher englisch- oder deutschsprachiger Guide dabei, der auf Wunsch die Privattour modifiziert. Auch die Reihenfolge der Sehenswürdigkeiten kann flexibel gewählt werden – unter Berücksichtigung der Öffnungszeiten natürlich.

Zusätzlich zu den Standard-Sehenswürdigkeiten fahren wir auf Wunsch auch gern authentisch philippinische Märkte wie den großen Markt in Tagbilaran an oder besuchen mit unseren Reisenden eine echte Cock-Farm mit vielen verschiedenen Hähnen. Zwischenstopps, um beispielsweise Fotos von Wasserbüffeln, Nipa-Hütten, Reisfeldern und ähnlichem zu machen, sind bei uns eine Selbstverständlichkeit.

Zu unseren wichtigsten Partnerresorts auf Panglao Island gehören u.a. das South Palms Beach Resort, das Bellevue Resort, und das Linaw Beach Resort.

Mit dem Scooter zu den Chocolate Hills

Vor allem unter Backpackern beliebt ist die Anreise per Scooter bzw. Motorbike. Die Tagesmieten für Motorbikes belaufen sich auf 350 PHP bis 850 PHP – abhängig von Gesamtmietzeit, Motorbike und Anbieter. Doch auch für Backpacker auf dem Motorbike sollte gelten: lieber an einem Tag gleich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Bohols anzufahren, als ausschließlich die Chocolate Hills zu besuchen. Bohol zählt nicht zu Unrecht zu den schönsten Inseln der Philippinen – und das liegt nicht nur an den Chocolate Hills, auch wenn diese wunderschön, einzigartig und für viele Bohol-Reisende das Highlight schlechthin sind!

 

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