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In der historischen Altstadt von Cebu City steht eines der bedeutendsten Gotteshäuser der Philippinen, die Basilika del Sto. Niño. Hier wird das wichtigste Heiligtum der Stadt Cebu hinter einem goldenen Schrein aufbewahrt, nämlich die Holzstatue des Sto Niño, als Abbild des Kindes Jesu.

Diese Statue spielte eine wichtige Rolle bei der Eroberung und Christianisierung der Philippinen, was sich alljährlich in dem schon über die Landesgrenzen hinaus bekannten Sinulog Festival widerspiegelt.

Im Zentrum von Cebu City

Die Basilika del Sto. Niño wird sowohl von Einheimischen als auch von vielen Philippinen-Reisenden aus aller Welt gerne besucht. Was ihre Ausstattung, die bauwerkliche Kunst und ihren Anspruch als eine religiöse Stätte für Meditation und Andacht anbelangt, so braucht sie keine Vergleiche zu scheuen. Zu Anfang des 17. Jahrhunderts wurde an der Stelle, an der die Holzfigur des Sto Niño gefunden wurde, die erste Kirche erbaut. Diese und auch die folgende Holzkonstruktion brannten jedoch nieder, und erst im Jahr 1739 wurde die Basilika aus Naturstein fertiggestellt so wie sie heute noch zu bewundern ist.

Magellan’s Cross – Touristischer Anziehungspunkt in Cebu City

Der portugiesische Eroberer Ferdinand Magellan ließ im Jahr 1521 bei seinem ersten Eroberungsvorhaben im Auftrag der spanischen Krone ein Kreuz errichten, das später durch die steinerne Umbauung vor Souvenirjägern geschützt werden musste. Es ist wahrscheinlich, dass das Original des Kreuzes im Jahre 1835 durch ein Replikat aus Hartholz ersetzt wurde. Kreuz und Kreuzkapelle stehen unmittelbar im Zutrittsbereich der Basilika an der Magellan-Straße in Cebu City.

Magellan´s Cross Cebu City

Magellan´s Cross

Sehenswert ist auch das angeschlossene Pilgerzentrum, das im Jahr 1990 direkt gegenüber der Basilika errichtet wurde. Bei festlichen Anlässen finden hier über 3500 Menschen Platz. In den Kellerräumen befindet sich ein interessantes Museum mit vielen Relikten, die über die Entstehungsgeschichte der Basilika Zeugnis geben und in dem sich viele Schmuckstücke angesammelt haben, die aus den verschiedensten Beweggründen von gläubigen Christen der Kirche vermacht wurden.

Pilgerzentrum

Der Provinzhauptstadt Cebu-City gegenüber liegt die kleine Insel Mactan Island, auf welcher der heute zweitgrößte Flughafen der Philippinen, Mactan-Cebu International Airport beheimatet ist. Diese Insel ist für den Schiffsverkehr nur schwer zugänglich. Das liegt zum einen an dicht gewachsenen Mangrovenwäldern und zum anderen an den flachen und steinigen Uferzonen. Dieses Korallengestein ist sehr scharfkantig und birgt somit große Verletzungsgefahren. Für Seefahrer war es daher sehr schwer, in dem flachen Gewässer mit ihren Schiffen einen guten Zugang zu dieser Insel zu finden.

Lapu-Lapu, vergessener Volksheld der Philippinen

Lapu Lapu Denkmal Cebu, Mactan Island

Häuptling Lapu Lapu

Der Eroberer und Weltumsegler Ferdinand Magellan hat bei seinem Versuch, die Region um die heutige Inselprovinz Cebu im Jahre 1521 zu erobern, sein Leben verloren. Er traf auf einen harten Widersacher mit Namen Lapu Lapu, den Stammeshäuptling der Einwohner von Mactan Island. Es lag wohl nicht alleine an dem unwegsamen Gelände, sondern auch an der Persönlichkeit und der Stärke dieses Stammesoberhauptes selbst, dass Magellan hier sein Ende fand.

Dem Stammeshäuptling Lapu Lapu wird nachgesagt, dass er ein Großmeister alter philippinischer Kampftechniken war, wie beispielsweise dem Pangamut, aus dem sich später die Kampftechniken Kali, Arnis und Eskrima entwickelt haben. Diese Kampftechniken erfreuen sich heute wieder größerem Zuspruch auf den Philippinen. Er genoss selbst die Betreuung verschiedener Lehrmeister, die ihn in den Disziplinen Kraft und Ausdauer und im Umgang mit Stock, Messer, Speer und im Faustkampf trainierten.

Lapu Lapu sollte eigentlich als der erste Nationalheld der Philippinen besser bekannt, ja eigentlich berühmt sein. Dass er von der Geschichtsschreibung nahezu vergessen wurde, hat wahrscheinlich mehrere Gründe. Zum einen war die Insel Mactan zur Zeit der Eroberung wegen der schon beschriebenen Umstände sowohl wirtschaftlich als auch politisch nahezu bedeutungslos, zum anderen war die Scham der Eroberer über die Niederlage gegen einen unbedeutenden Stammesfürsten wohl so groß, dass den genaueren Hintergründen der Geschehnisse bewusst keine weitere Beachtung geschenkt wurde. Schließlich hat es weitere 44 Jahre gedauert bis die Spanier diese Region der Philippinen unterwerfen konnten.

Cebu Metropolitan Cathedral

Nur wenige Gehminuten von der Sto Niño Basilika entfernt steht die Cebu Metropolitan Cathedral, ein in spanischem Kolonialstil erbautes Gotteshaus. Diese Kirche wurde im Jahr 1933 in den Stand einer Erzdiözese erhoben. Die Grundsteinlegung fand schon im Jahre 1689 statt. Die endgültige Fertigstellung gelang nach vielen Bauunterbrechungen und massiven Zerstörungen im 2. Weltkrieg erst im Jahre 2009.

Cebu Metropolitan Cathedral

Cebu Metropolitan Cathedral

Die Christianisierung der Philippinen hat zu einem hohen Verbreitungsgrad des katholischen Glaubens geführt. Dennoch sind Verflechtungen mit vorchristlichen Traditionen oft unübersehbar. Ein gutes Zeichen dafür ist unter anderem, dass der Filipino zu Geisterglauben neigt.

Cebu City ist ein bedeutendes historisches Zentrum der Philippinen und eignet sich hervorragend, um auf den Spuren der spanischen Kolonialgeschichte zu wandeln. Wir bieten auf Anfrage Sightseeing-Touren auf Mactan Island und in Cebu City an.