Bemerkungen über Malapascua, dem Norden der Insel Cebu vorgelagert
5. Oktober 2010 von Holzwaeller |
Eine unserer schönsten Unternehmungen während unserer nun schon zahlreichen Reisen durch die philippinische Inselwelt war ein viertägiger Ausflug zu der kleinen Insel Malapascua, nordöstlich der Inselprovinz Cebu vorgelagert.
Es ist erstaunlich, immer wieder Philippinen-Reisende anzutreffen, die Malapascua nicht kennen. Das trifft insbesondere auf diejenigen zu, die den Internationalen Flughafen von Cebu ohnehin ansteuern und sich im Nahbereich der Provinzhauptstadt aufhalten.
Dabei ist die Anreise von Cebu City aus eher unproblematisch.
Diese Ansicht berücksichtigt allerdings wohlwollend die “speziellen” philippinischen Verhältnisse.
Wir werden immer wieder nach Informationen über Anfahrtswege gefragt, daher möchte ich zunächst eine kurze Beschreibung dazu voranstellen. [Übrigens: seit Neuestem gibt es für alle möglichen heißen Fragen rund um die Philippinen den FAQ-Bereich!]
Ankunft am Internationalen Flughafen von Cebu City
Neben der Hauptstadt Manila gibt es einen zweiten, großen Verkehrsknoten für Flugzeug- und Schiffsverbindungen auf den Philippinen, nämlich Cebu-City. Für Reisen in die “Visayas” ist es ratsam, die internationalen Flüge direkt nach und von Cebu aus zu buchen. Die Anreise über Manila kann je nach Flugverbindung mühsam sein und macht, je nach Ankunftszeit in Manila, eine zusätzliche Übernachtung erforderlich.
Der internationale Flughafen von Cebu liegt auf Mactan Island, nur unweit von Cebu-City entfernt. Hier hat man die Möglichkeit, sich einige Tage vom Reisestress zu erholen und sich zu akklimatisieren.
Für einen Aufenthalt in Malapascua sollte man mindestens drei Übernachtungen einplanen. Dafür gibt es mehrere gute Gründe, die in diesem Beitrag noch vertieft werden sollen.
Der Weg nach Malapascua
In und um Cebu City ist das Taxi eines der wichtigsten Verkehrsmittel. Jeder “Taxler” findet den Weg zu einem der Busbahnhöfe, von wo aus Vans Fahrten nach Malapascua, oder anderen Destinationen, anbieten.
Reist man in einer Gruppe von drei oder vier Personen, ist es überlegenswert, die ganze Strecke bis zur Nordspitze der Insel Cebu mit dem Taxi zurücklegen. Das sind etwa 130 km bis 150 km.
Bei der Fahrt in einem Van bieten sich allerdings gute Gelegenheiten, erste Kontakte mit der einheimischen Bevölkerung zu knüpfen. Auf der drei- bis vierstündigen Fahrt nach Maya, der Kleinstadt am nördlichsten Zipfel von Cebu Island, kann man von kommunikationsfreudigen Filipinos schon viel über Örtliches und Lebensweisen in Erfahrung bringen.
Beach Resorts auf Malapascua
Von Maya aus steuert man mit einer Banca (philippinisches Fischerboot) direkt den bekannten Bounty Beach an. Die Überfahrt dauert etwa 40 Minuten. Man sollte sich vor der Abfahrt von Cebu City aus vergewissern, ob es eventuell kritische Wetterbedingungen geben könnte. Denn bei starkem Wind werden die kleinen Boote die Überfahrt nicht wagen, weil zu gefährlich.
Malapascua bietet eine Vielfalt an einfachen, bis hin zu komfortablen Unterkünften. In der Regel sollte es keine Schwierigkeiten machen, ein geeignetes Resort zu finden, welches den persönlichen Vorstellungen entspricht. Es ist auch hier unter Umständen überlegenswert, die Wahl für eine Unterkunft erst vor Ort zu bestimmen. Man kann ja vor der Anreise von Cebu City aus durch einige Telefonate in Erfahrung bringen, ob es freie Unterkünfte gibt, was meistens der Fall ist.
Die individuelle Suche nach einem ansprechenden Resort setzt jedoch voraus, dass man spätestens am frühen Nachmittag am Bounty Beach anlandet, damit noch Zeit genug für die Suche übrig bleibt. Ab 18:00 Uhr ist es bereits dunkel.
Malapascua-Inselleben
Malapascua ist ideal dafür geeignet, seinen Urlaub individuell zu gestalten. Das heißt, hier ergeben sich gute Möglichkeiten, Land und Leute kennenzulernen und “proaktiv” Kommunikation mit der einheimischen Bevölkerung zu suchen, wie beispielsweise in dem Ort Logon, der nur wenige Gehminuten von den Resorts rund um den Bounty Beach erreichbar ist. Wir haben bei unserem Aufenthalt 2005 einen Tag mit einheimischen Fischern verbracht, die uns bereitwillig ihre Fischfangkünste gezeigt haben.
Die Bootsliegeplätze der örtlichen Fischer liegen in unmittelbarer Nähe der Resorts am Bounty Beach. Kontaktfreudigen Besuchern wird es sicherlich gelingen, ein abendliches Fischessen mit einheimischen Fischern zu organisieren.
Wir haben unseren Bootsführern den Tag mit einigen hundert Pesos und einem gemeinsamen Picknick versüßt. Diese Maßnahme war preiswert und hat die Bereitschaft und die Laune unserer Begleiter sehr positiv beeinflusst.
Tagesausflug zur Insel Calangaman
Ein weiteres ‘Highlight’ unseres Aufenthaltes auf Malapascua war ein Tagesausflug zu der kleineren Tropeninsel Calangaman. Dieses Inselchen, umgeben von blütenweißem Sand, Schatten spendenden Palmen und anderem tropischem Gewächs, liegt etwa 90 Schiffsminuten entfernt, in Richtung der Inselprovinz Leyte. Für eine Überfahrt dorthin ist man auf
einen örtlichen Fahrdienst angewiesen, den man jedoch einfach organisieren kann. Kontakte knüpfen kann man hierbei natürlich auch, und zwar mit der Bootsmannschaft, die – je nach Bootsgröße und Wetterbedingungen – aus zwei bis drei Personen besteht. Für diesen Tagesausflug sollte man sich mit ausreichend Proviant und vor allem mit reichlich viel Trinkwasser ausrüsten. Neben dem Ausflugserlebnis selbst bieten sich hier gute Gelegenheiten, in tropisch warmem Wasser zu baden und zu schnorcheln. Außerdem können hier nicht nur Hobby-Fotografen Bilder von äußerst schönen Motiven schießen, wie überall auf Malapascua.
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Ja, und wer weitere Informationen über Malapascua Island sucht, findet diese auf der Website http://www.malapascua.de.
Eigentlich ist Malapascua bekannt geworden als Taucherparadies für solche Taucher die gerne Grossfische sehen möchten wie z.B. den Tresher Shark, Hammerhaie, Manta Rays.
Dazu fährt man mit einem Pumpboat zur versunkenen Insel “Monad Shoal” (ca. 8 Km) oder etwas weiter südlich “Kimod Shoal”.
Weiteres schönes Tauchgebiet ist die kleine Insel GATO Islet im Norden Malapascua´s.
Hallo Diose,
vielen Dank für die Ergänzung. Ich selber war noch gar nicht dort, werde es aber hoffentlich beim nächsten Trip in die Visayas mal schaffen.
Beste Grüße
John