Inselrundfahrt auf Bohol
21. Oktober 2009 von admin |
Besucht man die Inselprovinz Bohol inmitten der philippinischen Inselwelt, so ist es geradezu obligatorisch, den wichtigsten Sehenswürdigkeiten einen Besuch abzustatten. Durch die gute Verkehrsanbindung über den Seeweg erreicht man Bohol in wenigen Stunden von Cebu aus, der zweitgrößten Stadt auf den Philippinen. In den meisten Fällen sind es Taucher und Schnorchler, die die Inselprovinz wegen ihrer zahlreichen Sandstrände und Tauchgebiete bevölkern.
Entschließt man sich bei längeren Aufenthalten für eine Inselrundfahrt, so darf man auf einen erlebnisreichen Tag hoffen, der im Prinzip da anfängt, wo man den “Fahrservice” hinbestellt hat. Es bedarf keiner größeren Anstrengung, einen solchen Service zu organisieren, denn als Urlauber wird man schnell identifiziert und automatisch angesprochen. Es obliegt letztendlich dem persönlichen Verhandlungsgeschick, ob die Rundfahrt über oder unter 2000 Peso kostet.
Baclayon Church in Bohol
Die eigentliche Rundfahrt startet in der Provinzhauptstadt Tagbilaran. Der erste längere Aufenthalt wird wenige Kilometer südlich an der zweitältesten Kirche der Philippinen, der Baclayon Church eingeplant, die Ende des 16. Jahrhunderts erbaut wurde. Dieses Gotteshaus gleicht mit seinen gewaltigen Mauern eher einer Festung. Neben dem Kircheninneren, einer sehr großen Orgel und
einem interessanten kleinen Museum ist auch die Gartenanlage hinter dem Kirchenkomplex sehenswert. Neben vielerlei tropischen Pflanzen, bunten Blumen und diversen frommen Einrichtungen kann man auch als besondere Attraktion das im linken Bild abgebildete Wurzelhaus bewundern.
Riesenpython und Koboldmakis auf Bohol
Die nächste Station der Rundfahrt hat uns zu einem Gehege geführt, die einen Riesenpython beherbergt, nicht weniger als 11 Meter lang und mit einem Gewicht zwischen satten 500 und 700 Kilogramm! Den Mutigen wird die Gelegenheit gegeben, dieses Tier zu “streicheln”.
Auf der Strecke zum Loboc River wird noch eine Zwischenstation bei einem Gebäude eingelegt, in dem einige Koboldmakis untergebracht sind, die besser unter dem Namen “Tarsier-Affen” bekannt sind. Diese kleinen Kerle erfreuen sich großer Beliebtheit und entsprechend groß sind die Besucherzahlen.
Bootsfahrt auf dem Loboc River
Nach dieser Station sollte man unbedingt die Gelegenheit einer etwa einstündigen Bootsfahrt auf dem Loboc-River wahrnehmen.

Der Fahrdienst ist darauf eingerichtet und wird am Ende dieser Bootstour zur Weiterfahrt bereit sein. Für ein Entgeld von 300 Peso extra, darf man die Fahrt über diesen Dschungelfluss genießen. Bei einem kurzen Zwischenstopp werden auf einer dafür hergererichteten Bühne am Ufer Folkloretänze aufgeführt. Im Preis inbegriffen ist auch eine gute Mahlzeit.
Chocolate Hills auf Bohol
Anschließend geht die Fahrt weiter zu den “Chocolate Hills“. Auf dem Weg dorthin durchquert man eine schöne, abwechslungsreiche Landschaft und einen aufgeforsteten, ausgedehnten und prächtigen Mahagoniwald.
Die Chocolate Hills liegen in der Mitte der Insel Bohol in der Nähe der Stadt Carmen. Als Hauptattraktion erfreuen sich diese Hügel großer Beliebtheit. An- und Abfahrt der Busse und Mini-Vans sind gut geregelt und es gibt kaum Behinderungen. Die Entstehungsgeschichte der Chocolate Hills ist immer noch nicht eindeutig geklärt und es soll hier
auch nicht der Versuch gemacht werden, dies zu tun. In einem modernen Touristenzentrum sind solide Treppenaufgänge zu einem der höchsten Hügel geschaffen worden. Von einer Plattform aus hat man einen herrlichen Ausblick auf die ganze Szenerie.

Mit dem Besuch einer Schmetterlingsfarm hat unser Ausflug einen eindrucksvollen Abschluss erfahren. In einem kleinen Garten Eden, mit wunderschönen Pflanzen und Blumen werden viele heimische Arten von Schmetterlingen und Falter gezüchtet, deren Besonderheiten von sehr kundigen Fachleuten den einzelnen Besuchern im Detail erklärt werden. Um selten gewordene Arten zu erhalten werden hier auch viele Zuchtanstrengungen gemacht.
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